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Dein Weg in die Selbstständigkeit – Kapitel 5: Das Leben als Freelancer:in 

Geschrieben von: Sophia Merzbach

Aktualisiert am: Januar 28, 2026

Lesezeit: 13 Minuten

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Du weißt mittlerweile schon vieles über steuerliche Pflichten, Buchführung und Verträge – nun ist es an der Zeit, den Fokus auf deinen Arbeitsalltag zu richten. Neben den steuerlichen und rechtlichen Aspekten gibt es viele praktische Fragen, die sich im Laufe deiner Tätigkeit stellen: Wie organisiere ich meinen Arbeitsalltag effizient? Wie ziehe ich klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben, um nicht ständig im Arbeitsmodus zu sein? Auch rechtliche Fragen wie „Gibt es Arbeitszeitvorgaben für Freelancer:innen?“ sind relevant, um den eigenen Tagesablauf zu gestalten. 

Doch es geht nicht nur um die tägliche Arbeit, sondern auch um deine persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Wie oft solltest du eine Weiterbildung machen und wie findest du eine, die zu dir passt? Ein weiterer wichtiger Punkt: Kannst du die Kosten für diese Weiterbildungen von der Steuer absetzen? Das Wissen um diese Fragen kann dir helfen, deine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern und gleichzeitig steuerliche Vorteile zu nutzen. 

Außerdem kannst du dich damit beschäftigen, wie du dein berufliches Netzwerk ausbaust und wie du dein Produkt oder Dienstleistung bekannter machst. Solltest du dafür eine eigene Website erstellen, oder gibt es andere Methoden, um auf dich aufmerksam zu machen? Ein ebenso wichtiger Aspekt ist die Frage, wie du Neukund:innen gewinnst und bestehende Kundenbeziehungen pflegst. Im folgenden Kapitel erhältst du Antworten auf all diese Fragen. Ziel ist es, dir als Leser:in praxisnahe Tipps zu geben, damit du deinen Alltag als Selbstständige:r erfolgreich und effizient gestaltest – und dabei sowohl deine beruflichen Ziele als auch dein persönliches Wohlbefinden im Blick behältst. 

1. Wie organisiere ich meinen Arbeitsalltag? 

Die Organisation des Arbeitsalltags als Selbstständige:r kann eine Herausforderung sein, aber mit der richtigen Planung und einigen bewährten Methoden kannst du effizient und erfolgreich sein. Hier sind einige Tipps, wie du deinen Tag strukturieren kannst: 

1. Setze klare Arbeitszeiten: Als Selbstständige:r hast du die Freiheit, deine Arbeitszeiten selbst zu bestimmen. Es ist jedoch wichtig, feste Zeiten zu bestimmen, in denen du arbeitest, um eine Routine zu entwickeln und deine Produktivität zu maximieren. 

2. Priorisiere deine Aufgaben: Beginne deinen Tag mit einer klaren Liste von Aufgaben, die erledigt werden müssen. Nutze Tools wie Trello oder Asana oder auch eine klassische To-do-Liste auf Papier, um deine Projekte und täglichen Aufgaben zu organisieren. Priorisiere diese nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. 

3. Pausen planen: Regelmäßige Pausen sind entscheidend, um Überarbeitung zu vermeiden und die Konzentration hoch zu halten. Die Pomodoro-Technik, bei der du 25 Minuten arbeitest und dann 5 Minuten pausierst, kann hierbei sehr hilfreich sein. 

4. Arbeitsbereich gestalten: Ein gut organisierter Arbeitsplatz kann Wunder für deine Produktivität bewirken. Sorge dafür, dass dein Arbeitsbereich ordentlich, gut beleuchtet und frei von Ablenkungen ist. Wenn du von zu Hause aus arbeitest, versuche, einen speziellen Bereich nur für die Arbeit zu reservieren. 

5. Technologie zu deinem Vorteil nutzen: Automatisiere, wo immer möglich, um Zeit zu sparen. Tools wie automatische Rechnungsstellung oder Buchhaltungssoftware können dir helfen, den Überblick über Finanzen und administrative Aufgaben zu behalten. 

6. Netzwerken nicht vergessen: Als Selbstständige:r ist es wichtig, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen. Plane regelmäßige Treffen mit anderen Selbstständigen oder besuche Branchenveranstaltungen, um dein Netzwerk zu erweitern und potenzielle neue Kund:innen oder Partner:innen zu treffen. 

7. Zeit für Weiterbildung einplanen: Die Welt ändert sich schnell, und als Selbstständige:r musst du auf dem Laufenden bleiben. Plane regelmäßig Zeit ein, um neue Fähigkeiten zu erlernen oder dich in deinem Fachgebiet weiterzubilden. 

Indem du diese Tipps befolgst, kannst du einen gut organisierten und effizienten Arbeitsalltag als Selbstständige:r führen. Denke daran, flexibel zu bleiben und deine Methoden anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse und Umstände ändern. 

2.  Wie ziehe ich Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben? 

 Um eine gesunde Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu schaffen, ist es wichtig, feste Strukturen zu etablieren. Ein erster Schritt besteht darin, verbindliche Arbeitszeiten festzulegen. Auch wenn Flexibilität in vielen Fällen attraktiv erscheinen mag, hilft es, klare Zeitfenster für die Arbeit zu definieren. So wissen sowohl Freund:innen als auch Familie, wann du verfügbar bist und wann du dich auf deine Arbeit konzentrierst. Zusätzlich ist es ratsam, einen dedizierten Arbeitsplatz einzurichten. Ein fester Bereich im Haus, der ausschließlich der Arbeit dient, erleichtert es, am Ende des Tages gedanklich abzuschließen. 

Die bewusste Nutzung von Technologie spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Es ist hilfreich, klare Regeln für den Umgang mit Benachrichtigungen und E-Mails festzulegen. Beispielsweise kannst du nach Feierabend alle Arbeitsbenachrichtigungen ausschalten, um nicht in Versuchung zu geraten, auch in deiner Freizeit ständig erreichbar zu sein. Ebenso wichtig ist es, Pausen und Freizeit bewusst einzuplanen. Regelmäßige Auszeiten und Aktivitäten, die nichts mit der Arbeit zu tun haben, unterstützen die mentale Gesundheit und helfen dabei, Überarbeitung zu vermeiden. 

Schließlich ist Kommunikation der Schlüssel, um Missverständnisse zu verhindern und klare Grenzen zu setzen. Sei es mit Kund:innen oder im privaten Umfeld, eine klare Ansage darüber, wann du erreichbar bist und wann nicht, ist gut für alle und schafft auch Sicherheit. Auch das Setzen von Grenzen und das bewusste Nein-Sagen sind essenziell. Nur so kannst du dich auf die Aufgaben konzentrieren, die in deinen Zeitplan passen und deine beruflichen Ziele unterstützen. Stell dir vor, du erhältst kurz vor Feierabend eine dringende Anfrage. Statt sofort darauf zu reagieren, könntest du höflich mitteilen, dass du morgen während deiner Arbeitszeit darauf zurückkommst – und so deine Freizeit schützen. 

3. Gibt es auch für Freelancer:innen rechtliche Arbeitszeitvorgaben? 

 Für Freelancer:innen gibt es im Allgemeinen keine festgelegten rechtlichen Arbeitszeitvorgaben wie für Angestellte, die beispielsweise durch das Arbeitszeitgesetz geregelt sind. Als Selbstständige:r bist du in der Gestaltung deiner Arbeitszeiten weitgehend frei und nicht an die üblichen Beschränkungen gebunden, die für Angestellte gelten, wie maximale Wochenarbeitszeiten oder vorgeschriebene Pausen. 

Diese Freiheit bedeutet jedoch auch, dass du selbst für die Balance zwischen Arbeits- und Erholungszeiten verantwortlich bist. Es ist wichtig, dass du selbst darauf achtest, nicht in eine Dauerbelastung zu geraten. Überlange Arbeitszeiten ohne ausreichende Erholungsphasen können schnell zu Burnout und gesundheitlichen Problemen führen. 

In einigen speziellen Fällen, insbesondere wenn du nebenberuflich selbstständig bist und gleichzeitig einer angestellten Tätigkeit nachgehst, gibt es jedoch Vorgaben, die beachtet werden müssen. Zum Beispiel darf die Arbeitszeit in der Selbstständigkeit zusammen mit der Haupttätigkeit bestimmte Grenzen nicht überschreiten, um sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen zu vermeiden. In diesem Kontext dürfen die Einkünfte aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit maximal 50 % des Gesamteinkommens betragen und die Arbeitszeit sollte 18 Stunden pro Woche nicht überschreiten. 

Es ist auch ratsam, dass du dich über branchenspezifische Regelungen informierst, da in manchen Bereichen spezielle Vorschriften gelten können, die auch für Selbstständige relevant sind. Zum Beispiel könnten in gesundheits- oder sicherheitsrelevanten Berufen Arbeitszeitbeschränkungen bestehen, um die Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten. 

Abschließend ist es wichtig, dass du als Freelancer:in deine Arbeitszeiten gut dokumentierst. Dies kann nicht nur für die eigene Übersicht und Planung hilfreich sein, sondern ist auch im Hinblick auf steuerliche Aspekte und bei eventuellen Prüfungen durch das Finanzamt von Bedeutung. 

4. Wie oft sollte ich eine Weiterbildung machen? 

 Die Häufigkeit von Weiterbildungen hängt stark von deinem Fachgebiet und den sich ändernden Anforderungen in deiner Branche ab. Als Selbstständige:r ist es entscheidend, fachlich immer auf dem neuesten Stand zu sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben und deine Dienstleistungen oder Produkte entsprechend den aktuellen Trends und Technologien anzupassen. 

In schnelllebigen Branchen wie der IT oder digitalen Medien ist es ratsam, sich regelmäßig, eventuell sogar mehrmals jährlich, weiterzubilden. In anderen, weniger dynamischen Feldern könnte es ausreichen, alle ein bis zwei Jahre an einer Weiterbildung teilzunehmen. Wichtig ist, dass du die Entwicklungen in deinem Bereich im Auge behältst und entsprechend reagierst. 

Es gibt verschiedene Arten von Weiterbildungen, die du in Betracht ziehen kannst. Online-Kurse und Webinare bieten eine flexible Lernmöglichkeit, die sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lässt. Workshops oder Seminare bieten hingegen die Möglichkeit, direkt von Expert:innen zu lernen und sich mit anderen Selbstständigen auszutauschen. Zertifikatskurse können zudem deine Expertise offiziell bestätigen und so deine Position am Markt stärken. 

Die Investition in deine Weiterbildung ist nicht nur eine Investition in dein Fachwissen, sondern kann auch steuerlich geltend gemacht werden. Als Selbstständige:r kannst du Fortbildungskosten von der Steuer absetzen, was finanziell entlastend wirken kann. 

Die Initiative zur regelmäßigen Weiterbildung ist eine der Schlüsselkomponenten für den langfristigen Erfolg und die Zufriedenheit in deiner selbstständigen Laufbahn. Sie ermöglicht es dir, dein Angebot stets zu verbessern und dich an die sich wandelnden Bedürfnisse deiner Kund:innen anzupassen. 

Hier geht's zum Ratgeber, der dir noch mehr Tipps für deine Fortbildung gibt und sogar verrät, wie du sie gegebenenfalls fördern lassen kannst.

5. Wie finde ich die passende Weiterbildung? 

 Zuerst solltest du deine beruflichen Ziele und Bedürfnisse analysieren. Überlege, welche Fähigkeiten oder Kenntnisse du erweitern möchtest und wie diese deinem Geschäft zugutekommen könnten. Dies hilft dir, gezielt nach Weiterbildungen zu suchen, die deinen spezifischen Anforderungen entsprechen. 

Als Nächstes ist es wichtig, die Qualität und Relevanz der Weiterbildungsangebote zu bewerten. Achte darauf, dass die Kurse von anerkannten Institutionen oder Trainer:innen angeboten werden. Es kann auch hilfreich sein, Bewertungen und Erfahrungen anderer Teilnehmer:innen zu recherchieren, um die Effektivität und den praktischen Nutzen der Weiterbildung besser einschätzen zu können. 

Netzwerken spielt ebenfalls eine große Rolle. Tausche dich mit Kolleg:innen und Branchenexpert:innen aus, um Empfehlungen für spezifische Kurse oder Programme zu erhalten. Fachmessen und Konferenzen sind oft gute Orte, um wertvolle Kontakte zu knüpfen und mehr über verfügbare Weiterbildungsangebote zu erfahren. 

Finanzielle Überlegungen sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Informiere dich über mögliche Förderungen oder steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildungskosten. Dies kann die finanzielle Last erheblich reduzieren und den Zugang zu hochwertigen Bildungsressourcen erleichtern. 

Schließlich solltest du die Flexibilität und den Zeitaufwand der Weiterbildung berücksichtigen. Online-Kurse bieten oft die Möglichkeit, das Lernen flexibel zu gestalten, und können eine gute Option sein, wenn du deine Zeit effizient verwalten musst. 

Indem du diese Faktoren berücksichtigst, kannst du eine Weiterbildung finden, die nicht nur zu deinen beruflichen Zielen passt, sondern auch zu deinem Lebensstil und Budget. 

6. Kann ich Weiterbildungen von der Steuer absetzten? 

 Ja, als Selbstständige:r kannst du definitiv Kosten für Weiterbildungen von der Steuer absetzen, solange diese in direktem Zusammenhang mit deiner beruflichen Tätigkeit stehen. Dies umfasst eine Vielzahl von möglichen Weiterbildungsmaßnahmen, die deine fachliche Kompetenz erweitern und somit zur Erzielung von Einkommen beitragen. 

Zu den absetzbaren Kosten gehören nicht nur die direkten Gebühren für die Kurse oder Seminare, sondern auch damit verbundene Ausgaben wie Fahrtkosten, Arbeitsmaterialien und sogar Verpflegungskosten, falls die Weiterbildung eine Reise erfordert. Wichtig ist, dass du alle Belege sorgfältig aufbewahrst, um sie bei der Steuererklärung geltend machen zu können. 

Es gibt jedoch einige Bedingungen und Einschränkungen, die beachtet werden müssen. Die Weiterbildung muss fachlich relevant sein und darf nicht dem Erlernen eines völlig neuen Berufs dienen. Zum Beispiel sind Sprachkurse absetzbar, wenn die Sprache für deine berufliche Tätigkeit notwendig ist. Auch Kosten für ein Zweitstudium oder spezielle berufliche Qualifizierungen sind anerkannt, solange sie der Erweiterung deiner beruflichen Fähigkeiten dienen. 

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Kosten angemessen sind. Eine luxuriöse Sprachreise könnte beispielsweise vom Finanzamt als nicht angemessen betrachtet werden. Daher solltest du immer darauf achten, dass die Kosten in einem vernünftigen Rahmen bleiben und direkt mit deiner beruflichen Tätigkeit in Verbindung stehen. 

Abschließend ist es empfehlenswert, sich regelmäßig über aktuelle Änderungen in der Steuergesetzgebung zu informieren, da sich Regeln zur Absetzbarkeit von Weiterbildungskosten ändern können. Dies hilft dir, optimal von den steuerlichen Vorteilen zu profitieren und Überraschungen bei der Steuererklärung zu vermeiden. 

7.  Wie baue ich ein professionelles Netzwerk auf? 

 Ein professionelles Netzwerk aufzubauen klingt erstmal nach einer schwierigen Aufgabe, ist aber hilfreich für deinen Erfolg und kann sogar Spaß machen. Hier sind einige Tipps, die dir helfen können, effektiv zu netzwerken: 

  1. Branchenveranstaltungen und Workshops besuchen: Diese sind großartige Orte, um Gleichgesinnte zu treffen. Achte darauf, aktiv an Diskussionen teilzunehmen und deine Visitenkarten bereitzuhalten. Workshops bieten zudem die Möglichkeit, deine Fähigkeiten zu erweitern und gleichzeitig dein Netzwerk zu erweitern. 
  2. Online-Präsenz aufbauen: Eine starke Online-Präsenz kann dir helfen, sichtbar zu werden und Verbindungen zu knüpfen. LinkedIn ist besonders wertvoll für professionelle Kontakte. Stelle sicher, dass dein Profil vollständig und aktuell ist, und beteilige dich an relevanten Gruppendiskussionen. 
  3. Lokale Netzwerkgruppen: Viele Städte haben lokale Unternehmer:innen-Gruppen, die regelmäßig treffen. Diese Treffen können eine gute Gelegenheit sein, um Kontakte in deiner Nähe zu knüpfen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. 
  4. Mentor:in finden: Ein:e Mentor:in, der:die bereits Erfahrung in deiner Branche hat, kann unbezahlbare Einblicke und Ratschläge bieten. Ein:e Mentor:in kann auch Türen zu neuen Geschäftsmöglichkeiten öffnen. 
  5. Kooperationen und Partnerschaften: Überlege, ob es in deiner Branche Möglichkeiten für Kooperationen gibt. Gemeinsame Projekte können eine effektive Methode sein, um deine Reichweite zu vergrößern und gleichzeitig wertvolle Beziehungen zu pflegen. 
  6. Follow-up: Nachdem du neue Kontakte geknüpft hast, ist es wichtig, die Beziehung zu pflegen. Ein kurzer Dankesbrief oder eine E-Mail nach einem Treffen kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die Tür für zukünftige Interaktionen offenhalten. 
  7. Regelmäßige Updates teilen: Halte dein Netzwerk über Neuigkeiten oder Erfolge auf dem Laufenden. Dies kann über soziale Medien, Newsletter oder persönliche E-Mails geschehen. Es zeigt, dass du aktiv bist und schätzt die Beziehungen, die du aufbaust. 

Durch die Anwendung dieser Strategien kannst du ein starkes und unterstützendes Netzwerk aufbauen, das dir auf deinem Weg zur Selbstständigkeit zur Seite steht. 

8. Wie wird meine Dienstleistung bekannter? 

Um deine Dienstleistung als Selbstständige:r bekannt zu machen, gibt es verschiedene effektive Strategien, die du anwenden kannst. Hier sind einige Ansätze, die dir helfen können, deine Sichtbarkeit und Reichweite zu erhöhen: 

  1. Online-Marketing: Nutze soziale Medien und deine eigene Webseite, um deine Dienstleistung zu präsentieren. Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder Facebook bieten hervorragende Möglichkeiten, um zielgerichtet Werbung zu schalten und eine Community aufzubauen. Stelle sicher, dass du regelmäßig Inhalte postest, die für deine Zielgruppe von Interesse sind. 
  2. Netzwerken: Besuche Branchenveranstaltungen, Messen und Workshops, um Kontakte zu knüpfen und deine Dienstleistung vorzustellen. Persönliche Begegnungen können oft zu neuen Geschäftsmöglichkeiten führen. Denke daran, immer einige Visitenkarten dabei zu haben. 
  3. Kooperationen: Suche nach anderen Selbstständigen oder Unternehmen, die ergänzende Dienstleistungen anbieten. Durch gegenseitige Empfehlungen oder gemeinsame Projekte kannst du deine Reichweite deutlich vergrößern. 
  4. Kundenbewertungen: Zufriedene Kund:innen sind oft die besten Werbeträger:innen. Ermutige sie, Bewertungen auf Online-Plattformen zu hinterlassen oder Testimonials für deine Webseite zu schreiben. Dies kann potenzielle Kund:innen überzeugen, sich für deine Dienstleistung zu entscheiden. 
  5. Pressearbeit: Versuche, in lokalen Medien oder Fachzeitschriften erwähnt zu werden. Pressemitteilungen zu besonderen Anlässen oder signifikanten Erfolgen können die Aufmerksamkeit auf dein Angebot lenken. 
  6. Suchmaschinenoptimierung (SEO): Optimiere deine Website, damit sie bei Suchanfragen besser gefunden wird. Schlüsselwörter, die deine Dienstleistung beschreiben, sollten auf deiner Website strategisch platziert werden. 
  7. Direktmarketing: E-Mail-Newsletter sind ein effektives Werkzeug, um Interessent:innen und Bestandskund:innen regelmäßig über Neuigkeiten und Angebote zu informieren. Achte darauf, dass deine E-Mails informativ und ansprechend gestaltet sind. 

Durch die Kombination dieser Strategien kannst du deine Dienstleistung erfolgreich am Markt positionieren und deine Zielgruppe effektiv erreichen. 

9. Brauche ich eine eigene Website? 

 Eine eigene Website zu haben, ist heutzutage fast unerlässlich, wenn du dich selbstständig machen möchtest. Eine professionelle Online-Präsenz kann maßgeblich dazu beitragen, deine Sichtbarkeit zu erhöhen, Vertrauen bei potenziellen Kund:innen aufzubauen und deine Dienstleistungen oder Produkte effektiv zu vermarkten. 

Vorteile einer eigenen Website: 

  1. Erreichbarkeit: Mit einer Website bist du rund um die Uhr erreichbar. Kund:innen können sich jederzeit über deine Angebote informieren, was die Kundenzufriedenheit steigert und die Wahrscheinlichkeit von Anfragen erhöht. Keine Sorge, Erreichbarkeit heißt in diesem Fall nicht, dass du wirklich die ganze Zeit Anrufe annehmen oder Mails beantworten musst. 
  2. Professionelles Image: Eine gut gestaltete Website vermittelt Professionalität und Seriosität. Sie dient als digitale Visitenkarte und ist oft der erste Berührungspunkt mit deinem Unternehmen. 
  3. Marketing und SEO: Durch gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) kannst du die Auffindbarkeit deiner Dienstleistung verbessern. Dies führt zu mehr Traffic und potenziell zu mehr Geschäft. 
  4. Kundenbindung: Mit regelmäßigen Updates, Blogbeiträgen oder Newslettern hältst du deine Zielgruppe auf dem Laufenden und förderst die Kundenbindung. 
  5. Verkaufsplattform: Falls du Produkte verkaufst, bietet eine Website die Möglichkeit, einen Online-Shop zu integrieren. Dies erweitert deinen Kundenkreis über lokale Grenzen hinaus. 

Wie du starten kannst: 

Plattformen wie Jimdo oder Shopify bieten benutzerfreundliche Lösungen, um schnell und mit wenig Vorkenntnissen eine eigene Website oder sogar einen Online-Shop zu erstellen. Jimdo zeichnet sich durch einfache Bedienung und schnelle Einrichtung aus, während Shopify besonders für E-Commerce stark optimiert ist. 

Beide Plattformen bieten Vorlagen, die du an deine Bedürfnisse anpassen kannst, sowie Unterstützung bei der SEO-Optimierung und bei der Einrichtung von E-Commerce-Funktionen. Dies hilft dir, schnell eine ansprechende und funktionale Website zu gestalten, die deine Zielgruppe anspricht. 

Abschließend lässt sich sagen, dass eine eigene Website eine Investition in die Zukunft deines Unternehmens ist. Sie bietet eine Plattform, um deine Marke zu stärken, Kund:innen zu gewinnen und deine Marktpräsenz auszubauen. 

Hier kommst du zu einer Anleitung für den Bau einer Website mit Jimdo.

Und hier geht's zur Anleitung für den Bau einer Website mit Shopify.

10. Mit welchen Methoden gewinne ich Neukund:innen? 

Um als Selbstständige:r erfolgreich Neukund:innen zu gewinnen, gibt es verschiedene effektive Methoden, die du anwenden kannst. Hier sind einige Strategien, die dir helfen können, deine Kundenbasis zu erweitern: 

  1. Online-Marketing: Nutze soziale Medien und deine eigene Webseite, um deine Dienstleistungen oder Produkte zu präsentieren. Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder Facebook bieten hervorragende Möglichkeiten, um zielgerichtet Werbung zu schalten und eine Community aufzubauen. Stelle sicher, dass du regelmäßig Inhalte postest, die für deine Zielgruppe von Interesse sind. 
  2. Netzwerken: Besuche Branchenveranstaltungen, Messen und Workshops, um Kontakte zu knüpfen und deine Dienstleistung vorzustellen. Persönliche Begegnungen können oft zu neuen Geschäftsmöglichkeiten führen. Denke daran, immer einige Visitenkarten dabei zu haben. 
  3. Kooperationen: Suche nach anderen Selbstständigen oder Unternehmen, die ergänzende Dienstleistungen anbieten. Durch gegenseitige Empfehlungen oder gemeinsame Projekte kannst du deine Reichweite deutlich vergrößern. 
  4. Kundenbewertungen: Zufriedene Kund:innen sind oft die besten Werbeträger:innen. Ermutige sie, Bewertungen auf Online-Plattformen zu hinterlassen oder Testimonials für deine Website zu schreiben. Dies kann potenzielle Kund:innen überzeugen, sich für deine Dienstleistung zu entscheiden. 
  5. Pressearbeit: Versuche, in lokalen Medien oder Fachzeitschriften erwähnt zu werden. Pressemitteilungen zu besonderen Anlässen oder signifikanten Erfolgen können die Aufmerksamkeit auf dein Angebot lenken. 
  6. Suchmaschinenoptimierung (SEO): Optimiere deine Website, damit sie bei Suchanfragen besser gefunden wird. Schlüsselwörter, die deine Dienstleistung beschreiben, sollten auf deiner Website strategisch platziert werden. 
  7. Direktmarketing: E-Mail-Newsletter sind ein effektives Werkzeug, um Interessent:innen und Bestandskund:innen regelmäßig über Neuigkeiten und Angebote zu informieren. Achte darauf, dass deine E-Mails informativ und ansprechend gestaltet sind. 

Durch die Kombination dieser Strategien kannst du deine Dienstleistung erfolgreich am Markt positionieren und deine Zielgruppe effektiv erreichen. 

11. Was muss ich bei der Kundenpflege beachten? 

Bei der Kundenpflege als Selbstständige:r gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten, die entscheidend für den Aufbau und die Pflege langfristiger Kundenbeziehungen sind. Hier sind einige Tipps, wie du effektiv mit deinen Kund:innen umgehen und sie an dein Unternehmen binden kannst: 

  1. Kommunikation: Regelmäßige und transparente Kommunikation ist der Schlüssel. Halte deine Kund:innen über Neuigkeiten, Angebote und relevante Änderungen auf dem Laufenden. Nutze E-Mails, Newsletter oder soziale Medien, um eine konstante Kommunikationslinie zu halten. 
  2. Kundenservice: Biete exzellenten Kundenservice. Sei erreichbar, reagiere schnell auf Anfragen und zeige Flexibilität bei Problemlösungen. Zufriedene Kund:innen sind eher bereit, positive Bewertungen zu hinterlassen und dein Geschäft weiterzuempfehlen. 
  3. Personalisierung: Gehe auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche deiner Kund:innen ein. Personalisierte Angebote oder Nachrichten können das Kundenerlebnis verbessern und die Kundenbindung stärken. 
  4. Feedback einholen: Regelmäßiges Einholen von Feedback zeigt, dass du den Kund:innen zuhörst und bestrebt bist, deine Dienstleistung stetig zu verbessern. Dies kann durch Umfragen, Feedback-Formulare oder auch direkte Gespräche erfolgen. 
  5. Treueprogramme: Überlege, ob Treueprogramme oder Rabattaktionen für wiederkehrende Kund:innen sinnvoll für dein Geschäft sein könnten. Solche Anreize können die Kundenloyalität erhöhen. 
  6. Qualität und Zuverlässigkeit: Stelle sicher, dass die Qualität deiner Produkte oder Dienstleistungen konstant hoch ist. Zuverlässigkeit in der Leistungserbringung schafft Vertrauen und fördert eine positive Reputation. 
  7. Netzwerk nutzen: Nutze dein berufliches Netzwerk, um Empfehlungen zu generieren. Zufriedene Kund:innen und Geschäftspartner:innen können wertvolle Multiplikatoren für dein Geschäft sein. 

Indem du diese Aspekte berücksichtigst, kannst du eine starke Basis für erfolgreiche Kundenbeziehungen schaffen. Dies wird nicht nur zur Kundenzufriedenheit beitragen, sondern auch die Grundlage für das Wachstum und den Erfolg deines Unternehmens legen. 

12. Wann ist Kaltakquise verboten? 

 Kaltakquise, also das unaufgeforderte Kontaktieren potenzieller Kund:innen, ist ein gängiges Mittel im Marketing, besonders für Selbstständige, die ihre Dienstleistungen oder Produkte bekannt machen möchten. In Deutschland ist Kaltakquise grundsätzlich erlaubt, es gibt jedoch spezifische Regelungen, die beachtet werden müssen, um rechtliche Probleme zu vermeiden. 

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass die Kaltakquise bei Privatkunden (B2C) per Telefon, E-Mail oder Fax strengeren Regeln unterliegt als persönliche Besuche oder postalische Werbung. Telefonische Kaltakquise ist nur erlaubt, wenn eine ausdrückliche Einwilligung der angerufenen Person vorliegt. Das bedeutet, dass die Person vorab zustimmen muss, von dir kontaktiert zu werden. Ohne diese Zustimmung ist ein Anruf nicht erlaubt und kann als unlauterer Wettbewerb angesehen werden. 

Bei der Kaltakquise per E-Mail oder Fax ist ebenfalls eine vorherige Einwilligung erforderlich. Diese Einwilligung muss spezifisch, informiert und dokumentierbar sein. Das heißt, du musst nachweisen können, dass die Einwilligung gegeben wurde, und die Person muss genau wissen, worauf sie sich einlässt. 

Postalische Werbung ist im Allgemeinen erlaubt, solange die Informationen, die du sendest, relevant und nicht irreführend sind. Es ist jedoch ratsam, auch hier die Möglichkeit eines Widerspruchs oder einer Abmeldung anzubieten, um den guten Ruf deines Unternehmens zu wahren. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kaltakquise ein nützliches Werkzeug sein kann, aber nur, wenn sie verantwortungsvoll und unter Beachtung der geltenden Gesetze durchgeführt wird. Achte darauf, immer die Einwilligung der Personen einzuholen, bevor du sie kontaktierst, und stelle sicher, dass deine Marketingbemühungen transparent und respektvoll sind. 

Checkliste für den Alltag als Freelancer:in 

1. Arbeitsalltag organisieren 

  • Feste Arbeitszeiten einhalten 
  • To-do-Listen und Prioritäten setzen 
  • Regelmäßig Pausen einplanen 

2. Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben 

  • Klare Trennung von Arbeitszeit und Freizeit 
  • Einen dedizierten Arbeitsplatz einrichten 
  • Benachrichtigungen nach Feierabend ausschalten 

3. Rechtliche Arbeitszeitvorgaben für Selbstständige prüfen 

  • Gibt es relevante Regelungen in deinem Bereich? 
  • Pausenzeiten und Ruhezeiten beachten 

4. Weiterbildung planen 

  • Regelmäßig Weiterbildungsmöglichkeiten prüfen 
  • Zeit für Fortbildungen im Jahresplan einplanen 
  • Passende Kurse und Seminare finden 

5. Steuerliche Vorteile nutzen 

  • Weiterbildungskosten steuerlich absetzen 
  • Quittungen und Belege für die Steuererklärung sammeln 

6. Netzwerk aufbauen und pflegen 

  • Regelmäßig Kontakte knüpfen (z. B. durch Networking-Events) 
  • Beziehungen zu Kolleg:innen und Kund:innen stärken 

7. Bekanntheit der Dienstleistung steigern 

  • Überprüfen, ob eine eigene Website sinnvoll ist 
  • Social Media gezielt nutzen 
  • Bewertungen und Empfehlungen sammeln 

8. Neukund:innen gewinnen 

  • Methoden zur Akquise regelmäßig überprüfen und anpassen 
  • Zielgruppen klar definieren 

9. Kundenpflege beachten 

  • Kundenkommunikation professionell und regelmäßig führen 
  • Auf Rückmeldungen und Feedback zeitnah reagieren 
  • Langfristige Kundenbeziehungen pflegen 
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Autor - Sophia Merzbach

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