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Freiberufler aufgepasst: Diese Steuerfristen solltest du kennen

Geschrieben von: Tino Keller

Aktualisiert am: Februar 13, 2025

Lesezeit: 4 Minuten

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Die Selbstständigkeit hat eine Menge Vorteile: Du kannst selbst bestimmen, wann, von welchem Ort und wie viel du arbeiten möchtest und du hast die Freiheit genau an den Projekten zu arbeiten, die dir am meisten Freude bereiten. Aber für sich selbst verantwortlich zu sein bedeutet auch, einiges an zusätzlichen Pflichten zu haben. Denn neben Deadlines für deine Kunden, gibt es die ein oder andere Steuerfrist, die du einhalten musst, um Ärger mit dem Finanzamt oder möglicherweise sogar Strafzahlungen zu vermeiden.  Wer in Deutschland freiberuflich tätig ist, sollte deswegen ein grundlegendes Verständnis davon haben, wie viel Steuern man zahlen muss und welche Fristen hierfür anfallen. 

Selbstständigkeit anmelden

Wer selbstständig arbeiten möchte, braucht eine entsprechende Steuernummer vom Finanzamt, um seine Arbeit auch korrekt abzurechnen. Hierbei solltest du zuerst unterscheiden, ob es sich bei deinem Job um eine freiberufliche oder eine gewerbliche Tätigkeit handelt, denn letzteres muss zuerst beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden. Ob du Gewerbetreibende*r oder Freelancer*in bist, erfährst du in diesem Artikel. Um dich selbstständig zu melden, musst du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen. Dieser ist seit dem 01.01.2021 nur noch elektronisch abzugeben. Dafür kannst du einfach und schnell unser Formular nutzen, das direkt an ELSTER übermittelt wird. Hier findest du eine Schritt für Schritt Anleitung dazu, wie du deine Steuernummer beantragen kannst.

Steuern zahlen als Freelancer

Das Wirtschaftsjahr

In Deutschland werden Steuern für den Zeitraum vom 1.  Januar bis zum 31. Dezember abgerechnet. Diese Periode wird als Wirtschaftsjahr bezeichnet.

Die Umsatzsteuer 

Wenn dein jährliches Einkommen nicht höher als 22.000€ ist, kannst du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen und dich von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. Alle anderen Selbstständigen müssen ihre Waren und Dienstleistungen mit dem entsprechenden Umsatzsteuersatz (19% regulär, 7% ermäßigt) versehen.  💡 Tipp von Accountable: Hier erfährst du, wann du als Selbständige*r von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen solltest. Außerdem musst du dem Finanzamt regelmäßig mitteilen, wie viel Umsatzsteuer du eingenommen hast und die Summe an den Staat abführen. Gleichzeitig kannst du aber auch die von dir gezahlte Umsatzsteuer für arbeitsrelevante Anschaffungen zurückverlangen. Beides machst du über die Umsatzsteuervoranmeldung.

Die Umsatzsteuervoranmeldung

Je nach Höhe deines Einkommens legt das Finanzamt fest, wann du deine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen musst. Das kann jährlich aber auch monatlich sein, wobei die häufigste Steuerfrist eine Einreichung pro Quartal vorsieht. Die Abgabefrist ist hierbei stets der 10. des Folgemonats. Wenn du also quartalsweise deine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen musst, fallen die folgenden Steuerfristen für dich an:
  • Q1: 10. April
  • Q2: 10. Juli
  • Q3: 10 Oktober 
  • Q4: 10. Januar 
Übrigens: Selbst wenn du in einem Quartal keine Einnahmen hattest, musst du trotzdem eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Hier trägst du bei deinen Einnahmen dann einfach eine null ein. 💡 Tipp von Accountable: Mit Accountable kannst du ganz einfach deine Umsatzsteuervoranmeldung erledigen. Trage einfach alle deine Einnahmen und Ausgaben ein und unsere kostenlose App berechnet automatisch deine Umsatzsteuer. 

Die Umsatzsteuererklärung

Zusätzlich zu der Umsatzsteuervoranmeldung musst du einmal im Jahr eine Umsatzsteuererklärung abgeben. Hier listet du alle deine umsatzsteuerrelevanten Einnahmen und Ausgaben noch einmal auf. Die Abgabefrist hierfür ist der 31. Juli des Folgejahres.

Umsatzsteuer zahlen

Deine eingenommene Umsatzsteuer (abzüglich der gezahlten Umsatzsteuer für betriebliche Anschaffungen) musst du nun noch an das Finanzamt abführen. Die Überweisung musst du am gleichen Tag tätigen, an dem du auch deine Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben hast, also in der Regel am 10. des Folgemonats.

Die Einkommensteuererklärung

Wie jede andere steuerpflichtige Person in Deutschland auch, musst du jährlich eine Einkommensteuererklärung abgeben - sofern du mehr als die Steuerfreigrenze von 9.744€ (Stand 2021) verdient hast. Die Einkommensteuererklärung musst du bis zum 31. Juli des Folgejahres abgeben.

Steuervorauszahlungen

In der Regel legt das Finanzamt Steuervorauszahlungen für Selbstständige fest, die im Laufe des Jahres zu tätigen sind. Es kann allerdings durchaus ein bis zwei Jahre dauern, bis du einen entsprechenden Brief von deiner zuständigen Finanzbehörde bekommst. Die Höhe deiner Steuervorauszahlungen berechnet sich auf Basis deiner vergangenen Einkommensteuererklärungen.  Steuervorauszahlungen können eine gute Möglichkeit für dich sein, um deine Steuern über das Jahr besser zu kalkulieren. Außerdem ist so am Ende des Jahres nicht eine große Summe fällig, die du selbst regelmäßig beiseite legen musst.  In dem Bescheid zur Höhe deiner Steuervorauszahlungen wird das Finanzamt dir ebenfalls die Fristen für die Zahlung mitteilen. Wenn diese quartalsweise zu leisten sind, gelten die folgenden Deadlines. Steuerfrist 2020:
  • 10. März für das Q1
  • 10. Juni für das Q2
  • 10. September für das Q3
  • 10. Dezember für das Q4
Die festgelegten Steuervorauszahlungen werden nicht zu 100% akkurat sein, da dein Einkommen als Freiberufler*in von Schwankungen betroffen ist. Deswegen solltest du trotzdem deine Finanzen im Blick behalten und im Zweifel zusätzliches Geld für die finale Einkommensteuererklärung zur Seite legen. 💡 Tipp von Accountable: Mit unserer App lassen sich sowohl Einnahmen als auch Ausgaben ganz einfach organisieren. Mach einfach ein Foto von deiner Rechnung oder einem Beleg und unser System ordnet es automatisch in eine steuerliche Kategorie ein.

Steuerfrist verlängern

Falls du mal spät dran bist oder aus anderen Gründen die Steuerfrist nicht einhalten kannst, ist es möglich, die Steuerfrist zu verlängern. Dafür reicht ein formloses Schreiben an das für dich zuständige Finanzamt aus. Dieses solltest du allerdings frühzeitig losschicken, damit du nicht eventuelle Strafzahlungen für die verspätete Abgabe leisten musst.  

Fazit

Wir hoffen, dieser Artikel hat für dich etwas Licht ins Dunkel gebracht und du fühlst dich jetzt besser vorbereitet auf das nächste Steuerjahr. Obwohl die genannten Fristen in der Regel gültig sind, können allerdings immer wieder individuelle Abgabedaten vereinbart werden. Deswegen solltest du dich im Zweifel direkt an das für dich zuständige Finanzamt wenden.

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Autor - Tino Keller

Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.

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Echte Erfahrungsberichte und Kommentare

Für mich als Kleinunternehmer ist der Preis ein bisschen hoch, aber für alles, was ich bekomme: alle Übersichten von Einnahmen und Ausgaben, die Funktionen rund um das Auto... ist es einfach top. Und das letzte Update zu den wiederkehrenden Ausgaben war hervorragend! Dankeschön.

Ardalan Zamanimehr

Die App ist super! Intuitiv und perfekt für Selbstständige. Leider ist meine Position noch zu exotisch für Accountable um genau diese Leichtigkeit auch in Anspruch zu nehmen. Es gibt noch keine einfache Lösung für Selbstständige mit zwei Steuernummern da zwei Berufe. Sollte sich das mal ändern, Wechsel ich von meinem Steuerberater wieder zu Accountable!

Viktor Rosin

Sehr freundlich und gezielte , verständliche Angaben und Erklärungen

Pascal Koopmann

Auf meine Anfrage habe ich sehr schnell eine sehr nette und kompetente Antwort bekommen. Die Mitarbeiterin hat mein als Verbesserungsvorschlag weitergegeben - und schon nach kurzer Zeit kam die Antwort, dass das entsprechende Feature eingearbeitet wurde. Tolle Arbeit!

Dr. Annika Krummacher

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Annika Schirmer

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Johannes Sen

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Albert Friedrich Vontz

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Sven Schöffel

Ich finde es gut, dass ich als Kunde des Max Plans jetzt deutlich schnellere Antworten bekomme. Das war eine Zeit lang nicht zuverlässig so, umso positiver fällt mir die Verbesserung auf. Die Steuer Coaches sind stets bemüht zu helfen. Sie antworten freundlich, klar und lösungsorientiert. Ich bin damit wirklich sehr happy. Für mich war es außerdem die beste Entscheidung, meine Steuer selbst zu machen. Ich habe jetzt mehr Überblick über meine Zahlen und verstehe die Abläufe besser. Dadurch fühle ich mich deutlich sicherer, auch in der Kommunikation mit den Steuerbehörden. Ich kann Rückfragen schneller einordnen und gezielter reagieren. Das nimmt mir viel Stress und gibt mir das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Der Live Call ist ein sinnvoller Zusatz. Du kannst offene Punkte direkt klären, ohne lange hin und her zu schreiben. Das spart Zeit und bringt schnell Klarheit. Fazit: Liebs 😊

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Anonym