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Fiverr, Upwork & Co: Alles, was du über Freelancer Plattformen wissen musst

Geschrieben von: Tino Keller

Aktualisiert am: Februar 17, 2025

Lesezeit: 4 Minuten

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Freelance Webseiten sind eine gute Möglichkeit, um deine Karriere als Selbstständige*r voranzutreiben. Über die Plattformen kannst du dich nämlich ganz einfach auf ausgeschriebene Freelance Projekte bewerben.

Welche Freelancer Plattformen es gibt, was du für die Anmeldung für Unterlagen benötigst und wie du Rechnungen und Steuern für deine Einnahmen verbuchst, verraten wir dir auf dieser Seite.

Darum geht’s:

Was sind Freelancer Portale?

Freelancer Portale sind Webseiten, über die Unternehmen Aufgaben und Projekte einstellen können, für die sie freiberufliche Unterstützung benötigen. Freelancer wiederum können sich oft kostenlos auf den Plattformen registrieren und sich auf die ausgeschriebenen Inserate bewerben oder selbst über ihr angelegtes Profil ihre Fähigkeiten und Dienstleistungen anpreisen.

Freelancer Plattformen sind somit vor allem für neue Selbstständige eine gute Möglichkeit, um Fuß zu fassen und das erste freiberufliche Geld zu verdienen. Du musst nämlich keine Kaltakquise betreiben, sondern kannst dich bequem von Zuhause aus auf Ausschreibungen bewerben.

➡️Nebenberuflich selbstständig: Hier sind 5 Jobs und ihre Steuerpflichten

Welche Freelancer Plattformen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an Freelancer-Plattformen auf der ganzen Welt. In Deutschland kannst du auf einen Mix aus US-amerikanischen Portalen sowie speziell auf den deutschen Markt ausgerichteten Plattformen wie freelance.de zugreifen.

In unserer Infografik findest du eine Übersicht der beliebtesten Freelancer Plattformen mitsamt ihrem Standort und den für dich anfallenden Kosten.

Freelancer Plattformen auf der Welt

Was brauche ich für die Anmeldung?

Je nach Freelancer Portal kann es vorkommen, dass du unterschiedliche Unterlagen benötigst und verschiedene Angaben zu deiner freiberuflichen Tätigkeit machen musst. In der Regel kannst du dich aber ganz einfach durch Angabe deiner E-Mail-Adresse auf den Freelancer Plattformen registrieren und musst dann nur noch die Angaben in deinem Freelancer Profil vervollständigen.

Zu den wichtigsten Angaben gehören dabei:

  • Dein Standort und deine Zeitzone
  • Deinen Stundensatz oder Wortpreis
  • Die Dienstleistungen, die du anbietest
  • Deine bisherige Arbeitserfahrung 
  • Deine Ausbildung
  • Deine individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse
  • Deine Sprachkenntnisse 
  • Ggf. Links zu ein paar Arbeitsproben
  • Deine Kontodaten
  • Dein Steuerstatus

Oft kannst du dein Profil über das Verlinken mit deinem LinkedIn Account automatisch vervollständigen lassen. Das spart dir einiges an Zeit und du kannst dich direkt auf die ersten Aufträge bewerben.

💡Gut zu wissen: Um in Deutschland selbstständig zu arbeiten, musst du dich vorher beim Finanzamt anmelden und erhältst eine eigene Steuernummer, über die du deine selbstständigen Einnahmen abrechnen kannst. Dafür ist jedoch entscheidend, ob du freiberuflich oder gewerblich tätig sein wirst, da hierfür unterschiedliche Anmeldungen notwendig sind. 

➡️Freiberufler oder Gewerbe? Wir klären auf!

Wie stelle ich Rechnungen?

Die Abwicklung von Rechnungen ist auf jeder Freelancer Plattformen individuell geregelt. Prinzipiell unterstützen die Portale die Freelancer aber bei der Rechnungsstellung, indem automatisch kreierte Rechnungsvorlagen heruntergeladen oder direkt über die Plattform an den Auftraggeber gestellt werden können.

Je nach Abrechnungssystem wird auf den Rechnungen dabei direkt der Prozentsatz vermerkt, den Freelancer für den Auftrag an die Plattform abtreten müssen. Dieser liegt zum Beispiel bei Upwork anfangs bei 20% und reduziert sich ab einem erwirtschafteten Umsatz von $500 auf 10%. 

➡️Freelancen über Upwork: So stellst du deine Rechnung

Es kann auch vorkommen, dass die Plattform dir zwei individuelle Rechnungen ausstellt: Eine an den Auftraggeber, der die Zahlung veranlasst, und eine von der Plattform selbst an den Freelancer, auf der die Vermittlungsgebühr ausgewiesen wird. 

💡 Tipp von Accountable: Nutzt du das Steuerprogramm von Accountable, kannst du Rechnungen ganz einfach hochladen und korrekt abspeichern. So hältst du deine Buchhaltung immer aktuell und kannst später mit der Software in wenigen Minuten deine Steuererklärungen vorbereiten. 

Welche Steuern muss ich zahlen?

Wenn du Geld über eine Plattform für Dienstleistungen verdienst, dann musst du diese Einnahmen natürlich auch versteuern. Grundsätzlich gilt dafür erstmal, dass du alle deine Rechnungen und Einnahmen aus diesen Plattformen dokumentieren und aufbewahren solltest. Am einfachsten geht das mit einer Buchhaltungs-App wie oben beschrieben.

➡️Wie muss ich meine Einnahmen auf Fiverr versteuern?

Die Einkommensteuer

Für deine Einnahmen musst du Einkommensteuer zahlen. Das machst du ganz normal in der jährlichen Einkommensteuererklärung. Hier listest du deine Einnahmen und deine betrieblichen Ausgaben auf und erhältst nach Abgabe deinen Steuerbescheid von deinem Finanzamt mit der anfallenden Steuerlast.

Die Umsatzsteuer

Bei der Umsatzsteuer wird es schon etwas komplizierter. Grundsätzlich ist hierbei entscheidend, ob du Kleinunternehmer*in bist oder nicht, denn Kleinunternehmer sind von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Dementsprechend musst du also keine Umsatzsteuer ausweisen oder zahlen.

➡️Kleinunternehmer Guide: Alles rund um die Kleinunternehmerregelung

Wenn du umsatzsteuerpflichtig bist, dann musst du auch für deine Einnahmen von einer Freiberufler Plattform Umsatzsteuer ausweisen. Für die Rechnungsstellung ist hier aber besonders wichtig, in welchem Land der Rechnungsempfänger ansässig ist. Sitzt er in Deutschland, weist du normal Umsatzsteuer aus. 

Sitzt er im Ausland aber in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, fällt das Reverse Charge Verfahren an und die Umsatzsteuerpflicht verschiebt sich auf den Rechnungsempfänger.

Bei der Rechnungsstellung in ein sogenanntes Drittland, also ein Land, das nicht in der EU ist, entfällt prinzipiell erst einmal die Ausweisung der Umsatzsteuer. Allerdings musst du dabei individuelle Steuerregelungen beachten. 

➡️ Rechnungen ins Ausland stellen: Das musst du beachten

Fazit: Schneller Start in die Selbstständigkeit mit Freelance Plattformen

Plattformen für Dienstleistungen sind eine tolle Möglichkeit, um in die Selbstständigkeit zu starten. Nur darf dabei das Thema Steuern nicht vernachlässigt werden. 

Mit ein bisschen Vorbereitung und Hilfe von Apps wie Accountable lassen sich aber deine Verdienste durch Freelancer Plattformen schnell und einfach organisieren. So steht deiner Freelance Karriere nichts mehr im Weg.

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Autor - Tino Keller

Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.

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Echte Erfahrungsberichte und Kommentare

Für mich als Kleinunternehmer ist der Preis ein bisschen hoch, aber für alles, was ich bekomme: alle Übersichten von Einnahmen und Ausgaben, die Funktionen rund um das Auto... ist es einfach top. Und das letzte Update zu den wiederkehrenden Ausgaben war hervorragend! Dankeschön.

Ardalan Zamanimehr

Die App ist super! Intuitiv und perfekt für Selbstständige. Leider ist meine Position noch zu exotisch für Accountable um genau diese Leichtigkeit auch in Anspruch zu nehmen. Es gibt noch keine einfache Lösung für Selbstständige mit zwei Steuernummern da zwei Berufe. Sollte sich das mal ändern, Wechsel ich von meinem Steuerberater wieder zu Accountable!

Viktor Rosin

Sehr freundlich und gezielte , verständliche Angaben und Erklärungen

Pascal Koopmann

Auf meine Anfrage habe ich sehr schnell eine sehr nette und kompetente Antwort bekommen. Die Mitarbeiterin hat mein als Verbesserungsvorschlag weitergegeben - und schon nach kurzer Zeit kam die Antwort, dass das entsprechende Feature eingearbeitet wurde. Tolle Arbeit!

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Sven Schöffel

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Anonym