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IT-Freelancer werden: So machst du dich in der IT-Branche selbstständig

Geschrieben von: Tino Keller

Aktualisiert am: Dezember 23, 2025

Lesezeit: 14 Minuten

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Als IT-Freelancer selbstständig zu arbeiten, wirkt für viele attraktiv: hohe Nachfrage, flexible Projektarbeit und die Aussicht auf gute Honorare. Gleichzeitig ist der Markt komplexer geworden. Nicht jede IT-Tätigkeit eignet sich gleichermaßen für die Selbstständigkeit, und rechtliche sowie steuerliche Fragen spielen eine größere Rolle als früher.

In diesem Artikel erfährst du, was es bedeutet, als IT-Freelancer selbstständig zu sein, wie sich der Markt entwickelt hat und für wen sich dieser Weg realistisch lohnt. Der Fokus liegt auf einer ehrlichen Einordnung – unabhängig davon, ob du gerade erst über den Schritt nachdenkst oder bereits mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringst.

IT-Freelancer werden – kurz zusammengefasst

  • IT-Freelancer:innen arbeiten selbstständig für Unternehmen und unterstützen diese projektbezogen bei IT-Dienstleistungen wie Entwicklung, Beratung oder Betrieb.
  • Ob du dabei als IT-Freiberufler:in giltst oder ein Gewerbe anmelden musst, hängt von deiner konkreten Tätigkeit ab – nicht von der Berufsbezeichnung.
  • Der Markt bietet aktuell weiterhin gute Chancen, verlangt aber eine klare Positionierung. Generalistische IT-Profile stehen stärker unter Druck als spezialisierte IT-Profis.
  • Neben der fachlichen Qualifikation sind steuerliche, rechtliche und organisatorische Aspekte entscheidend für einen erfolgreichen Start.
  • IT-Freelancing ist kein Selbstläufer – kann aber eine sehr solide Form der Selbstständigkeit sein, wenn du den Einstieg gut vorbereitest.

Was ist ein IT-Freelancer – und wie unterscheidet er sich vom IT-Freiberufler?

Als IT-Freelancer arbeitest du selbstständig für Unternehmen und unterstützt sie bei zeitlich begrenzten Projekten. Typisch sind Aufgaben in der Entwicklung, Beratung, im Betrieb von IT-Systemen oder bei strategischen IT-Themen. Du bist dabei nicht fest angestellt, sondern wirst auf Honorarbasis beauftragt.

Das Aufgabenfeld für IT-Freelancer:innen ist breit gefächert. In der Praxis unterscheiden sich die Tätigkeiten jedoch deutlich darin, wie gefragt und wie gut vergütet sie sind (und wie die langfristigen Erfolgsaussichten sind). Besonders relevant sind heute vor allem beratende, sicherheitsnahe, infrastrukturelle und komplexe technische Tätigkeiten, während stark standardisierte oder operative Aufgaben zunehmend ins Hintertreffen geraten.

💡 Wichtig ist: „IT-Freelancer“ ist keine rechtliche Kategorie, sondern eine praxisnahe Beschreibung deiner Arbeitsweise. Für steuerliche und rechtliche Fragen zählt etwas anderes – nämlich, ob du als Freiberufler:in oder als Gewerbetreibende:r giltst.

➡️Join the revolution: Darum werden Freelancer immer wichtiger für Unternehmen

IT-Freelancer vs. IT-Freiberufler: der entscheidende Unterschied

Der Begriff IT-Freiberufler ist rechtlich definiert. Freiberufliche Tätigkeiten sind im Einkommensteuergesetz geregelt und setzen voraus, dass du eigenverantwortlich, fachlich anspruchsvoll und überwiegend geistig tätig bist. Klassische IT-Berufe gehören allerdings nicht automatisch dazu.

Ob du als IT-Freelancer freiberuflich arbeitest oder ein Gewerbe anmelden musst, hängt daher nicht von deinem Jobtitel, sondern von deiner konkreten Tätigkeit ab.

  • Eher freiberuflich sind konzeptionelle, beratende oder analytische IT-Tätigkeiten, etwa in der IT-Architektur, IT-Sicherheitsberatung oder bei strategischer Softwareplanung.
  • Eher gewerblich sind operative Leistungen wie reine Programmierung nach Vorgaben, IT-Support, Systemadministration oder der Verkauf von Software und Hardware.

Die Abgrenzung ist nicht immer eindeutig. Gerade in der IT gibt es viele Graubereiche, in denen ähnliche Tätigkeiten unterschiedlich bewertet werden können.

Wer entscheidet, ob du Freiberufler:in oder Gewerbetreibende:r bist?

Die Einstufung trifft nicht du selbst, sondern das zuständige Finanzamt. Maßgeblich ist dabei deine Tätigkeitsbeschreibung im sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, den du zu Beginn deiner Selbstständigkeit ausfüllst.

Das Finanzamt prüft unter anderem:

  • ob deine Arbeit überwiegend beratend oder konzeptionell ist
  • ob sie besondere Fachkenntnisse erfordert
  • ob du eigenverantwortlich und weisungsfrei arbeitest

Erst danach steht fest, ob du als IT-Freelancer freiberuflich tätig bist oder ein Gewerbe betreibst.

💡 Tipp: Wenn du dich innerhalb der IT bereits klar auf den Bereich der Softwareentwicklung spezialisieren möchtest, findest du in diesen Artikeln weiterführende Infos zum Einstieg:

Für wen lohnt sich IT-Freelancing aktuell wirklich?

IT-Freelancing ist auch momentan weiterhin ein attraktiver Karriereweg – aber nicht für jede:n gleichermaßen. Der Markt ist reifer geworden, die Nachfrage differenzierter und die Erwartungen der Auftraggeber:innen klarer. Entscheidend ist weniger, ob du in der IT arbeitest, sondern wie klar dein Profil positioniert ist.

Grundsätzlich gilt: Je besser deine fachliche Tiefe und je klarer dein Nutzen für Unternehmen, desto stabiler sind deine Chancen als IT-Freelancer:in.

Gute Voraussetzungen hast du, wenn du …

IT-Freelancing lohnt sich besonders für dich, wenn du bereits mehrere Jahre Berufserfahrung gesammelt hast und eigenständig in Projekten arbeiten kannst. Unternehmen erwarten von Freelancer:innen, dass sie ohne lange Einarbeitung produktiv sind und Verantwortung übernehmen.

Typisch gute Ausgangslagen sind zum Beispiel:

  • du hast bereits komplexe IT-Projekte begleitet oder verantwortet
  • du bringst Spezialwissen in einem gefragten Bereich mit
  • du kannst Entscheidungen fachlich begründen und gegenüber Auftraggeber:innen vertreten

In diesen Fällen wird IT-Freelancing häufig nicht als Notlösung, sondern als bewusste unternehmerische Entscheidung wahrgenommen – auch von Kund:innen.

Anspruchsvoller, aber möglich: der Einstieg für weniger Erfahrene

Auch für ITler:innen mit weniger Berufserfahrung kann der Schritt in die Selbstständigkeit funktionieren. Allerdings ist der Einstieg deutlich anspruchsvoller als noch vor einigen Jahren. Reine Generalisten oder Profile ohne klaren Schwerpunkt geraten schneller unter Preisdruck.

Wer mit begrenzter Erfahrung starten möchte, sollte:

  • sich frühzeitig spezialisieren, statt „alles anzubieten“
  • realistisch kalkulieren und nicht über den Preis konkurrieren
  • gezielt nach Projekten suchen, bei denen Unterstützung oder Teilverantwortung gefragt ist

Gerade hier zeigt sich, dass IT-Freelancing kein klassischer Berufseinstieg ist, sondern eher ein unternehmerischer Entwicklungsschritt.

Welche IT-Profile besonders gefragt sind

Die Nachfrage verteilt sich nicht gleichmäßig über alle IT-Bereiche. Besonders gefragt sind Profile, die technische Tiefe mit strategischem Verständnis verbinden – etwa an Schnittstellen zwischen Technik, Sicherheit, Daten oder Regulierung.

Dazu zählen vor allem:

  • spezialisierte Entwicklungs- und Architekturrollen
  • IT-Beratung mit klarer fachlicher Ausrichtung
  • sicherheits- und datennahe Tätigkeiten
  • IT-Profile, die regulatorische Anforderungen technisch umsetzen können

Weniger gefragt sind dagegen Tätigkeiten, die leicht austauschbar sind oder stark standardisiert ablaufen. Hier konkurrieren Freelancer:innen häufiger über den Preis – mit entsprechend höherem Risiko.

Fachlich stark reicht nicht: die unternehmerische Seite

Ein häufiger Irrtum: Gute IT-Kenntnisse allein reichen aus, um als Freelancer:in erfolgreich zu sein. In der Praxis zeigt sich, dass unternehmerische Fähigkeiten mindestens genauso wichtig sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Fähigkeit, den eigenen Mehrwert klar zu kommunizieren
  • ein realistischer Umgang mit Auslastung, Preisen und Rücklagen
  • ein professionelles Auftreten gegenüber Auftraggeber:innen

Wer diese Aspekte unterschätzt, erlebt IT-Freelancing schnell als stressig oder unsicher – selbst bei hoher fachlicher Kompetenz.

Wie ist die Marktlage für IT-Freelancer?

Der Markt für IT-Freelancer ist weiterhin grundsätzlich aufnahmefähig, aber deutlich selektiver als noch vor einigen Jahren. Unternehmen greifen nach wie vor auf externe IT-Expert:innen zurück – allerdings gezielter, projektbezogener und mit klareren Erwartungen an Qualifikation und Mehrwert.

Stundensätze: warum Durchschnittswerte nur bedingt helfen

Laut aktuellen Marktauswertungen liegt der durchschnittliche Stundensatz von Freelancer:innen im DACH-Raum bei rund 104 Euro pro Stunde. Langfristige Auswertungen zeigen zudem, dass die Stundensätze in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind (2019: ca. 94 €, 2023: 100 €, 2024: 102 €, 2025: 104 €). (Quelle: freelancermap.de)

Blickt man auf das Tätigkeitsfeld, unterscheiden sich aber die Stundensätze schon deutlicher: Die klassischen Entwicklungs- und Tech-Rollen, die IT-Freelancer häufig übernehmen, bewegen sich im Durchschnitt im Bereich von rund 94 Euro pro Stunde. Etwas höher vergütet werden infrastruktur-nahe IT-Tätigkeiten (Cloud-Infrastruktur, Migrationen, Betrieb kritischer Systeme), sieliegen bei 102 Euro pro Stunde. 

Zudem kommt es auf die individuelle Situation an. Die Marktdaten zeigen nämlich auch eine sehr breite Verteilung, wenn man nach Berufserfahrung differenziert:

  • Einsteiger:innen und weniger spezialisierte IT-Freelancer:innen bewegen sich häufig zwischen etwa 60 und 80 Euro pro Stunde.
  • IT-Freelancer:innen mit mehreren Jahren Projekterfahrung liegen meist zwischen 80 und 100 Euro.
  • IT-Freelancer:innen mit langjähriger Berufserfahrung und Spezialist:innen erzielen in vielen Bereichen 100 bis 125 Euro oder mehr, abhängig vom Projektkontext.

Entscheidend für den erzielbaren Stundensatz sind dabei weniger formale Titel als vielmehr:

  • Verantwortung im Projekt
  • Tiefe der Spezialisierung
  • Branche und Kritikalität der Aufgabe

Der Markt belohnt Verlässlichkeit, Fachtiefe und Umsetzungsstärke – nicht bloße Verfügbarkeit.

Branchen & Tätigkeitsfelder: wo Nachfrage besonders stabil ist

Viele Unternehmen setzen heute bewusster auf Freelancer als Ergänzung zu festen Teams. Externe werden vor allem dann eingesetzt, wenn:

  • spezielles Fachwissen kurzfristig benötigt wird
  • interne Ressourcen fehlen oder überlastet sind
  • Projekte zeitlich klar begrenzt sind

Marktdaten zeigen, dass ein Großteil der IT-Freelancer:innen weiterhin regelmäßig ausgelastet ist. Gleichzeitig berichten viele von längeren Entscheidungsprozessen auf Unternehmensseite und stärkerer Vorauswahl. Auftraggeber:innen vergleichen Profile genauer und erwarten, dass Freelancer:innen schnell produktiv einsetzbar sind.

Das erklärt, warum erfahrene und spezialisierte IT-Freelancer:innen deutlich bessere Marktbedingungen vorfinden als Einsteiger:innen oder Generalist:innen. In bestimmten Bereichen – etwa, wenn es um Cyber-Security, komplexe Systemlandschaften oder geschäftskritische Prozesse geht – liegen die erzielbaren Stundensätze überdurchschnittlich häufig im oberen Marktsegment. Unternehmen sind hier bereit, höhere Honorare zu zahlen, wenn Risiken reduziert oder Ausfälle vermieden werden.

Weniger stabil sind dagegen Tätigkeiten, die stark standardisiert sind oder sich leicht auslagern lassen. In diesen Segmenten ist der Preisdruck höher und Projekte sind häufiger kurzfristig oder wechselhaft.

Wettbewerb & Preisdruck: ein realistischer Blick

Der Wettbewerb unter IT-Freelancer:innen hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Das liegt nicht daran, dass es weniger IT-Arbeit gibt, sondern daran, wie Unternehmen diese Arbeit organisieren.

Ein wichtiger Faktor dabei sind sogenannte Near- und Offshoring-Modelle:

  • Beim Offshoring lagern Unternehmen IT-Aufgaben in weit entfernte Länder aus, häufig außerhalb der EU, etwa nach Asien oder Südamerika. Ziel ist vor allem, Kosten zu senken, indem Leistungen zu deutlich niedrigeren Stundensätzen erbracht werden.
  • Nearshoring funktioniert ähnlich, nur geografisch näher. IT-Leistungen werden dabei zum Beispiel in osteuropäische Länder oder andere europäische Regionen ausgelagert, in denen das Lohnniveau niedriger ist, die Zusammenarbeit aber kulturell und zeitlich einfacher zu handhaben ist.

Ein weiterer Treiber des Wettbewerbs ist die zunehmende Nutzung von Vermittlungs- und Freelancer-Plattformen. Viele Unternehmen greifen heute auf solche Plattformen zurück, um IT-Freelancer:innen schnell, projektbezogen und vergleichbar zu finden. Für Auftraggeber:innen erhöht das die Transparenz – für Freelancer:innen aber auch den Konkurrenzdruck, da Profile häufiger direkt miteinander verglichen werden.

Für dich als IT-Freelancer:in heißt das: Bestimmte Aufgaben stehen heute nicht mehr automatisch im direkten Wettbewerb mit lokalen Freelancer:innen, sondern mit internationalen Teams.

💡 Tipp: Die Zeit, in der nahezu jeder IT-Freelancer:in problemlos Projekte gefunden hat, ist vorbei. Gleichzeitig gilt: Gut positionierte IT-Freelancer:innen haben nach wie vor sehr gute Chancen.

Welche IT-Tätigkeiten und Spezialisierungen besonders gefragt sind

Der IT-Freelance-Markt wird aktuell weniger durch einzelne Technologien geprägt als durch konkrete Problemstellungen, die Unternehmen lösen müssen. Gefragt sind IT-Freelancer:innen dort, wo Komplexität, Risiko oder Regulatorik hoch sind – und internes Know-how nicht ausreicht oder kurzfristig nicht verfügbar ist.

Dabei zeigt sich ein klarer Trend: Je näher eine Tätigkeit an geschäftskritischen oder regulierten Bereichen liegt, desto stabiler ist die Nachfrage.

IT-Sicherheit, Datenschutz und risikonahe IT

Ein besonders stabiles Feld ist die sicherheits- und datennahe IT. Steigende regulatorische Anforderungen, zunehmende Cyberangriffe und die wachsende Abhängigkeit von digitalen Systemen führen dazu, dass Unternehmen hier gezielt externe Expertise einkaufen.

Typische Tätigkeitsfelder sind unter anderem:

  • IT-Sicherheitsberatung und Sicherheitskonzepte
  • Cloud- und Infrastruktur-Security
  • Datenschutz-nahe IT-Rollen und Identity-Management

Diese Aufgaben sind häufig nicht standardisierbar, stark unternehmensspezifisch und erfordern Erfahrung – Faktoren, die IT-Freelancer:innen begünstigen.

Regulatorische und compliance-nahe IT-Tätigkeiten

Auch die Umsetzung regulatorischer Anforderungen treibt die Nachfrage nach spezialisierten IT-Freelancer:innen. Neue oder verschärfte Vorgaben betreffen längst nicht mehr nur Großkonzerne, sondern zunehmend auch Mittelstand und regulierte Branchen.

Dazu zählen beispielsweise:

  • technische Umsetzung regulatorischer IT-Vorgaben
  • Anpassung bestehender Systeme an neue Compliance-Anforderungen
  • Dokumentation und Absicherung von IT-Prozessen

Solche Projekte sind meist zeitlich befristet, fachlich anspruchsvoll und intern schwer abbildbar – ein klassischer Einsatzbereich für Freelancer:innen.

Architektur, Plattformen und komplexe Systemlandschaften

Mit der zunehmenden Verzahnung von Cloud-, On-Premise- und hybriden Systemen steigt der Bedarf an IT-Profilen, die Gesamtarchitekturen verstehen und weiterentwickeln können. Unternehmen suchen hier weniger operative Unterstützung, sondern konzeptionelle und steuernde Expertise.

Gefragt sind unter anderem:

  • System- und Plattformarchitektur
  • Cloud-Migrationen und -Konsolidierungen
  • Integration verteilter oder historisch gewachsener Systeme

Diese Tätigkeiten setzen Überblick, Erfahrung und Entscheidungsfähigkeit voraus – Eigenschaften, die viele Unternehmen gezielt extern einkaufen.

Betrieb und Absicherung geschäftskritischer IT-Systeme

Ein weiteres stabiles Feld betrifft den Betrieb und die Absicherung von Systemen, die für den laufenden Geschäftsbetrieb unverzichtbar sind. Fällt hier etwas aus, entstehen unmittelbar wirtschaftliche Risiken.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Stabilisierung und Weiterentwicklung von Kernsystemen
  • Betreuung komplexer ERP- oder Backend-Landschaften
  • Aufbau hochverfügbarer oder ausfallsicherer Infrastrukturen

Weniger stabil: stark standardisierte IT-Leistungen

Weniger gefragt sind dagegen Tätigkeiten, die sich leicht standardisieren oder auslagern lassen. Dazu zählen einfache Support-Leistungen, klar abgegrenzte operative Aufgaben oder Tätigkeiten ohne fachliche Tiefe.

In diesen Bereichen ist der Wettbewerb höher, Projekte sind häufiger kurzfristig – und der Preisdruck entsprechend größer.

Tipp: Der zunehmende Wettbewerb bedeutet nicht, dass IT-Freelancing unattraktiver wird. Er macht aber deutlicher, welche Profile langfristig stabil sind. Je näher deine Arbeit an komplexen Entscheidungen, kritischen Systemen oder unternehmensspezifischem Wissen liegt, desto geringer ist deine Austauschbarkeit. Statt über niedrigere Preise zu konkurrieren, lohnt es sich daher, die eigene Rolle bewusst zu schärfen: Wofür bist du schwer ersetzbar? Genau dort entsteht die stärkste Marktposition.

IT-Freelancer werden: So startest du in die Selbstständigkeit

Der Schritt in die Selbstständigkeit als IT-Freelancer:in ist weniger kompliziert, als viele zunächst vermuten – wenn du ihn strukturiert angehst. Entscheidend ist nicht, alles sofort perfekt zu machen, sondern die richtigen Grundlagen zu schaffen und typische Fehler zu vermeiden.

Gerade in der IT zeigt sich: Wer organisatorisch sauber startet, kann sich später stärker auf Projekte und Kund:innen konzentrieren.

Freiberuf oder Gewerbe: eine der ersten Weichenstellungen

Zu Beginn stellt sich die Frage, ob du als IT-Freelancer freiberuflich tätig bist oder ein Gewerbe anmelden musst. Diese Einordnung hängt – wie bereits erläutert – von deiner konkreten Tätigkeit ab und wird vom Finanzamt vorgenommen.

Für den Start bedeutet das: Du meldest deine Selbstständigkeit zunächst beim Finanzamt an. Dort beschreibst du deine geplante Tätigkeit im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Auf dieser Basis entscheidet die Finanzbehörde, ob deine Arbeit als freiberuflich anerkannt wird oder als gewerblich gilt.

Wichtig ist hier eine sachliche und realistische Tätigkeitsbeschreibung. Zu optimistische oder ungenaue Formulierungen führen später häufig zu Rückfragen oder Korrekturen.

Anmeldung, Steuernummer und erste Formalitäten

Nach der steuerlichen Erfassung erhältst du deine Steuernummer, die du für Rechnungen benötigst. Falls deine Tätigkeit als gewerblich eingestuft wird, folgt zusätzlich die Anmeldung beim Gewerbeamt.

Unabhängig von der Einordnung solltest du dich frühzeitig mit den grundlegenden steuerlichen Pflichten vertraut machen:

  • Abgabe einer jährlichen Einkommensteuererklärung
  • gegebenenfalls Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen
  • laufende Dokumentation von Einnahmen und Ausgaben

Viele IT-Freelancer:innen entscheiden sich zu Beginn für eine einfache Buchhaltung auf Einnahmen-Überschuss-Basis, um den administrativen Aufwand überschaubar zu halten.

Versicherungen: was wirklich wichtig ist

Ein weiterer zentraler Punkt beim Start in die IT-Selbstständigkeit sind Versicherungen. Nicht alles ist Pflicht, aber einige Absicherungen sind dringend zu empfehlen.

Besonders relevant ist eine Berufshaftpflichtversicherung, da sie dich vor finanziellen Folgen schützt, wenn durch deine Arbeit Schäden entstehen. Je nach Tätigkeit und Projektrisiko kann auch eine Betriebshaftpflicht sinnvoll sein.

Kranken- und Altersvorsorge bleiben ebenfalls wichtige Themen. Anders als im Angestelltenverhältnis bist du hier selbst verantwortlich, realistische Rücklagen einzuplanen.

Erste Rechnungen und saubere Organisation

Sobald du erste Projekte übernimmst, solltest du auch organisatorisch sauber aufgestellt sein. Dazu gehört, dass deine Rechnungen alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben enthalten und du deine Unterlagen ordentlich dokumentierst.

Gerade in der IT-Selbstständigkeit zahlt sich eine digitale, strukturierte Arbeitsweise früh aus – nicht nur für das Finanzamt, sondern auch für den eigenen Überblick über Einnahmen, Auslastung und Rücklagen.

“Viele Probleme, die IT-Freelancer:innen später erleben, entstehen nicht durch fehlende Aufträge, sondern durch organisatorische Versäumnisse am Anfang. Wer Steuern, Versicherungen und Formalitäten von Beginn an ernst nimmt, schafft sich eine stabile Basis. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: gute Projekte, zufriedene Kund:innen und eine nachhaltige Selbstständigkeit.”

Robert Jödicke - Steuerexperte und Autor

Robert Jödicke

Viele weitere Informationen rund um die Formalitäten der ersten Schritte in die Selbstständigkeit haben wir in zwei Teilen zusammengefasst:

Nebenberuflich oder direkt voll selbstständig starten?

Viele angehende IT-Freelancer:innen stehen vor der Frage, ob sie nebenberuflich starten oder den Schritt in die volle Selbstständigkeit direkt wagen sollen. Beide Wege sind möglich – sie eignen sich aber für unterschiedliche Ausgangssituationen.

Entscheidend ist weniger, welcher Weg „besser“ ist, sondern welcher zu deiner aktuellen Lebens- und Berufssituation passt.

Nebenberuflich starten: Sicherheit mit Einschränkungen

Ein nebenberuflicher Start bietet vor allem eines: finanzielle Sicherheit. Du behältst dein festes Einkommen und kannst erste Projekte als IT-Freelancer:in übernehmen, ohne sofort von den Einnahmen abhängig zu sein.

Dieser Weg eignet sich besonders, wenn du:

  • deine Selbstständigkeit zunächst testen möchtest
  • noch keine klare Spezialisierung aufgebaut hast
  • zeitlich flexibel bist und zusätzliche Arbeit realistisch einschätzen kannst

Wichtig ist jedoch, vorab zu prüfen, ob dein Arbeitsvertrag eine Nebentätigkeit erlaubt. Zudem gelten auch im Nebenberuf dieselben steuerlichen und rechtlichen Pflichten wie in der Haupttätigkeit.

Gerade bei einer Nebentätigkeit wirst du wahrscheinlich mit einem Kleingewerbe die IT-Dienstleistungen anbieten und dabei zusätzlich auch die Kleinunternehmerregelung anwenden können. Dann sind die buchhalterischen Aufgaben geringer. 

💡 Achtung: Bei Kleingewerbe und Kleinunternehmen handelt es sich nicht um dasselbe!.

Ein weiterer Punkt: Zeitliche Einschränkungen können die Art der Projekte begrenzen. Größere oder zeitkritische Vorhaben lassen sich neben einem Vollzeitjob oft nur schwer umsetzen. Tipps für eine bessere Work-Life-Balance von Selbstständigkeit und Angestelltem-Job geben wir hier.

Direkt voll selbstständig: mehr Fokus, mehr Verantwortung

Der direkte Einstieg in die volle Selbstständigkeit bietet deutlich mehr Gestaltungsspielraum. Du kannst dich vollständig auf Akquise, Projekte und Positionierung konzentrieren – und bist für Auftraggeber:innen häufig attraktiver, da du zeitlich flexibel verfügbar bist.

Dieser Weg ist sinnvoll, wenn du:

  • bereits mehrere Jahre relevante Berufserfahrung hast
  • über ein finanzielles Polster für die Anfangsphase verfügst
  • deine Leistungen klar positionieren kannst

Gleichzeitig steigt die Verantwortung. Einnahmen schwanken, Projekte enden, und du bist selbst dafür zuständig, Rücklagen für Steuern, Versicherungen und Ausfallzeiten zu bilden.

Steuerliche und organisatorische Unterschiede

Unabhängig davon, ob du neben- oder hauptberuflich startest, gelten grundsätzlich dieselben steuerlichen Regeln. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der sozialen Absicherung und der zeitlichen Einordnung deiner Tätigkeit.

Im Nebenberuf bleibst du in der Regel über dein Angestelltenverhältnis sozialversichert. In der Haupttätigkeit bist du dagegen selbst dafür verantwortlich, Krankenversicherung und Altersvorsorge privat zu organisieren.

Gerade beim Wechsel von neben- zu hauptberuflich lohnt es sich, diesen Schritt bewusst zu planen, statt ihn aus laufenden Projekten heraus zu erzwingen.

💡 Tipp: Viele IT-Freelancer:innen entscheiden sich für einen gestaffelten Einstieg: Sie starten nebenberuflich, bauen Erfahrung und erste Kund:innen auf und wechseln erst dann vollständig in die Selbstständigkeit, wenn Auslastung und Einnahmen stabil genug sind.

Die größten Risiken für IT-Freelancer – und wie du sie vermeidest

IT-Freelancing bietet viele Chancen, bringt aber auch Risiken mit sich, die du kennen solltest. Wichtig dabei: Die meisten Probleme entstehen nicht plötzlich, sondern durch fehlende Vorbereitung oder falsche Annahmen. 

Scheinselbstständigkeit: worauf du konkret achten solltest

Das Thema Scheinselbstständigkeit begegnet vielen IT-Freelancer:innen früher oder später – oft nicht, weil sie etwas „falsch machen“, sondern weil Projekte in der IT naturgemäß länger laufen und tief in bestehende Strukturen eingebunden sind.

Kritisch wird es vor allem dann, wenn du über einen längeren Zeitraum nur für eine:n Auftraggeber:in arbeitest und dabei kaum unternehmerische Freiheiten hast. Das kann sich zum Beispiel so anfühlen, dass du feste Arbeitszeiten einhältst, in interne Abläufe eingebunden bist oder faktisch Teil eines Teams wirst – nur ohne Arbeitsvertrag.

Für dich bedeutet das: Achte darauf, dass deine Projekte klar als externe Leistung erkennbar bleiben. Dazu gehören saubere Projektverträge, eine klare Aufgabenbeschreibung und – wenn möglich – mehrere Auftraggeber:innen. Es geht nicht darum, künstlich Distanz aufzubauen, sondern deine unternehmerische Rolle sichtbar zu machen.

➡️Wie du Scheinselbstständigkeit vermeidest

Preiskalkulation: warum dein Stundensatz mehr ist als eine Zahl

Gerade am Anfang ist die Unsicherheit groß: Was kann ich verlangen? Was ist zu viel? Was ist zu wenig? Viele IT-Freelancer:innen orientieren sich beim Honorar dann an Durchschnittswerten – und liegen trotzdem daneben.

Ein häufiger Fehler ist, den Stundensatz nur auf Basis der gewünschten Einnahmen zu kalkulieren. Dabei vergisst du schnell, dass du als Selbstständige:r nicht durchgehend ausgelastet bist, Rücklagen für Steuern bilden musst und Zeiten für Akquise, Weiterbildung oder Krankheit einkalkulieren solltest.

Wenn du deinen Preis zu niedrig ansetzt, merkst du das oft erst Monate später – wenn Projekte zwar laufen, finanziell aber wenig Spielraum bleibt. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig realistisch zu rechnen und den eigenen Stundensatz nicht als „Verhandlungsmasse“, sondern als Grundlage deines Geschäftsmodells zu verstehen.

Zu breite Positionierung: warum „alles anbieten“ selten hilft

Viele IT-Freelancer:innen starten mit dem Gedanken: Je mehr ich anbiete, desto höher sind meine Chancen. In der Praxis passiert häufig das Gegenteil. Ein zu breites Leistungsversprechen wirkt austauschbar und macht es Auftraggeber:innen schwer zu erkennen, wofür du eigentlich die richtige Person bist.

Wenn du merkst, dass du dich in Gesprächen ständig erklären musst oder Projekte nur über den Preis bekommst, kann das ein Hinweis auf eine zu breite Positionierung sein. Klarheit hilft nicht nur bei der Akquise, sondern auch bei der Preisgestaltung und bei langfristigen Kundenbeziehungen.

Das heißt nicht, dass du dich für immer festlegen musst. Eine klare fachliche Ausrichtung zum Start schafft Vertrauen – und lässt sich später immer noch erweitern.

Organisation und Steuern: kleine Versäumnisse, große Wirkung

Organisatorische Themen wirken oft nebensächlich – bis sie es nicht mehr sind. Fehlende Steuerrücklagen, verspätete Abgaben oder unsaubere Buchhaltung sorgen schnell für Stress, auch wenn die Auftragslage gut ist.

Gerade als IT-Freelancer:in, der oder die sich eigentlich auf Projekte konzentrieren möchte, lohnt es sich, hier früh Struktur zu schaffen. Das bedeutet nicht, alles perfekt zu machen, sondern regelmäßig Ordnung zu halten: Einnahmen dokumentieren, Rücklagen bilden und Fristen im Blick behalten.

Viele Probleme lassen sich vermeiden, wenn du diese Themen nicht aufschiebst, sondern von Anfang an als Teil deiner Selbstständigkeit akzeptierst.

Als IT-Freelancer Netzwerk aufbauen und Akquise erleichtern

Nachdem die anfängliche Administration erledigt ist, geht es darum, Aufträge zu erlangen. Dafür ist eine eigene Website unverzichtbar. So bald wie möglich solltest du dort auch Referenzen über deine Arbeiten präsentieren. Sei außerdem auf relevanten Plattformen präsent. Doch verlasse dich nicht nur auf diese passive Maßnahme.

Mache auch aktiv auf dich aufmerksam: Online geht das beispielsweise gut mit Fachbeiträgen in Blogs oder auf Social Media. Aber auch Messen und Konferenzen sind eine gute Gelegenheit, um langfristige Kontakte zu finden. Auf diese Weise erstellst du nach und nach ein Netzwerk aus Kund:innen und Mitbewerber:innen, über das neue Aufträge entstehen können.

💡 Tipp: Im Interview mit Nick von Uplink erfährst du mehr darüber, wie du als IT Freelancer auf an Projekte kommst und dein Netzwerk aufbaust.

Buchhaltung nicht vernachlässigen

Abhängig davon, welche Form deine Selbstständigkeit hat, hast du unterschiedliche Aufgaben bei der Buchhaltung.

  • Einkommensteuer: Sowohl Freiberufler:innen als auch Gewerbetreibende sind verpflichtet, jährlich eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Hierbei sind die Einnahmen aus der selbstständigen Tätigkeit anzugeben, die dem Finanzamt zur Berechnung der Einkommensteuer dienen. Freiberufler:innen geben ihre Einnahmen in der Anlage S der Einkommensteuererklärung an, Gewerbetreibende in der Anlage G.
  • Umsatzsteuer: Grundsätzlich sind alle Selbstständigen umsatzsteuerpflichtig und müssen auf ihren Rechnungen die gesetzliche Umsatzsteuer ausweisen. Bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung entfällt diese Aufgabe allerdings.
  • Gewerbesteuer: Nur Gewerbetreibende sind gewerbesteuerpflichtig, wenn ihr Gewerbeertrag den Freibetrag übersteigt (und so kannst du die Gewerbesteuer machen). Freiberufler:innen sind von dieser Steuerart befreit.
  • Einnahmenüberschussrechnung (EÜR): Wenn du nicht zur Bilanzierung verpflichtet bist, ist die EÜR die gängige Methode, um die betrieblichen Einnahmen und Ausgaben zu dokumentieren. Hierbei werden Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt und der Gewinn oder Verlust ermittelt. Die EÜR übermittelst du dem Finanzamt jährlich zusammen mit deiner Einkommensteuererklärung.
  • Aufbewahrung von Belegen: Du bist in jedem Fall dazu verpflichtet, sämtliche steuerrelevanten Belege für mindestens acht Jahre aufzubewahren. Die Belege dienen als Nachweis für die Angaben in der EÜR und können vom Finanzamt im Rahmen einer Betriebsprüfung angefordert werden.
  • Umsatzsteuervoranmeldung: Selbstständige, die nicht die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, müssen in der Regel quartalsweise oder monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einreichen.

Fazit: IT-Freelancing realistisch einschätzen 

IT-Freelancing ist weiterhin eine attraktive Form der Selbstständigkeit – allerdings nicht mehr als Selbstläufer. Der Markt ist reifer geworden, die Anforderungen klarer und der Wettbewerb differenzierter. Wer sich gut positioniert, fachliche Tiefe mitbringt und seine Selbstständigkeit strukturiert angeht, findet nach wie vor stabile Projektchancen und solide Verdienstmöglichkeiten.

Entscheidend ist, den Schritt nicht zu romantisieren. IT-Freelancing bedeutet unternehmerische Verantwortung: Du kümmerst dich nicht nur um Technik, sondern auch um Akquise, Preise, Steuern und Organisation. Gleichzeitig bietet genau diese Form der Arbeit viel Gestaltungsspielraum – fachlich wie beruflich.

Wenn du den Markt realistisch einschätzt, deine Stärken klar benennst und typische Risiken früh berücksichtigst, kann IT-Freelancing ein nachhaltiger und lohnender Weg in die Selbstständigkeit sein – für Einsteiger:innen ebenso wie für erfahrene IT-Profis.

➡️Selbstständig machen: Beratung für deine Gründung finden

Häufige Fragen zum Thema IT-Freelancer (FAQs)

Was ist ein IT-Freelancer?

Ein IT-Freelancer arbeitet selbstständig und projektbasiert für Unternehmen. Typische Aufgaben sind IT-Entwicklung, Beratung, Betrieb oder konzeptionelle Tätigkeiten. Rechtlich ist „IT-Freelancer“ keine feste Kategorie, sondern eine Beschreibung der Arbeitsweise.

Ist ein IT-Freelancer automatisch ein Freiberufler?

Nein. Ob du als IT-Freelancer freiberuflich tätig bist oder ein Gewerbe anmelden musst, hängt von deiner konkreten Tätigkeit ab. Die Entscheidung trifft das Finanzamt auf Basis deiner Tätigkeitsbeschreibung. Viele IT-Tätigkeiten gelten steuerlich als gewerblich.

Muss ich als IT-Freelancer ein Gewerbe anmelden?

Nur dann, wenn deine Tätigkeit nicht als freiberuflich anerkannt wird. In diesem Fall ist eine Gewerbeanmeldung notwendig. Freiberufler:innen benötigen keine Gewerbeanmeldung und zahlen keine Gewerbesteuer.

Wie viel verdient man als IT-Freelancer?

Das Einkommen von IT-Freelancer:innen variiert stark. 2025 lagen die durchschnittlichen Stundensätze häufig im Bereich von rund 100 Euro. Je nach Erfahrung, Spezialisierung und Branche können sie aber deutlich darunter oder darüber liegen. Aussagekräftiger als Durchschnittswerte ist immer die individuelle Positionierung.

Kann ich als IT-Freelancer nebenberuflich starten?

Ja, ein nebenberuflicher Start ist möglich und für viele sinnvoll. Wichtig ist, dass dein Arbeitsvertrag eine Nebentätigkeit erlaubt und du auch im Nebenberuf alle steuerlichen Pflichten erfüllst. Größere Projekte lassen sich neben einem Vollzeitjob allerdings oft nur eingeschränkt umsetzen.

Welche IT-Dienstleistungen darf ich als Freelancer anbieten?

Grundsätzlich kannst du als IT-Freelancer viele IT-Dienstleistungen anbieten – von Entwicklung über Beratung bis hin zu Betrieb und Support. Entscheidend ist weniger, was du anbietest, sondern wie du es umsetzt und wie das Finanzamt deine Tätigkeit einordnet.

Lohnt sich IT-Freelancing noch für Einsteiger:innen?

Der Einstieg ist anspruchsvoller als früher, aber möglich. Einsteiger:innen sollten sich früh spezialisieren, realistisch kalkulieren und den Markt nicht unterschätzen. IT-Freelancing ist weniger ein klassischer Berufseinstieg als ein unternehmerischer Entwicklungsschritt.

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Autor - Tino Keller

Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.

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Echte Erfahrungsberichte und Kommentare

Für mich als Kleinunternehmer ist der Preis ein bisschen hoch, aber für alles, was ich bekomme: alle Übersichten von Einnahmen und Ausgaben, die Funktionen rund um das Auto... ist es einfach top. Und das letzte Update zu den wiederkehrenden Ausgaben war hervorragend! Dankeschön.

Ardalan Zamanimehr

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Viktor Rosin

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Pascal Koopmann

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Meine Erfahrung mit Accountable ist wirklich klasse! Alles ist sehr übersichtlich und gut strukturiert und das Wichtigste: es funktioniert wie es soll! Es gibt online Webinare, einen KI Steuerberater der Zugriff auf die persönlichen Dokumente hat und die Steuer Coaches von welchen ich extrem begeistert bin. Sehr klare, ausführliche, vorausschauende und freundliche Antworten auf meine Fragen. Als selbsständiger Dienstleister fühle ich mich sehr gut aufgehoben und kann Accountable nur empfehlen.

Sven Schöffel

Ich finde es gut, dass ich als Kunde des Max Plans jetzt deutlich schnellere Antworten bekomme. Das war eine Zeit lang nicht zuverlässig so, umso positiver fällt mir die Verbesserung auf. Die Steuer Coaches sind stets bemüht zu helfen. Sie antworten freundlich, klar und lösungsorientiert. Ich bin damit wirklich sehr happy. Für mich war es außerdem die beste Entscheidung, meine Steuer selbst zu machen. Ich habe jetzt mehr Überblick über meine Zahlen und verstehe die Abläufe besser. Dadurch fühle ich mich deutlich sicherer, auch in der Kommunikation mit den Steuerbehörden. Ich kann Rückfragen schneller einordnen und gezielter reagieren. Das nimmt mir viel Stress und gibt mir das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Der Live Call ist ein sinnvoller Zusatz. Du kannst offene Punkte direkt klären, ohne lange hin und her zu schreiben. Das spart Zeit und bringt schnell Klarheit. Fazit: Liebs 😊

Marco Richter

Top Team! Top Service!

Anonym