Du organisierst gern Konzerte, Hochzeiten oder Firmenfeiern und behältst dabei stets den Überblick? Dann könnte die Selbstständigkeit im Bereich Eventmanagement genau das Richtige für dich sein.
Als Eventmanager:in planst und koordinierst du Veranstaltungen von der Idee bis zur Umsetzung. Dabei brauchst du Organisationstalent, Kreativität und Freude am Umgang mit Menschen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du dich Schritt für Schritt als Eventmanager:in selbstständig machen kannst.
Bevor du mit deiner Gründung startest, solltest du dir überlegen, auf welchen Bereich des Eventmanagements du dich spezialisieren möchtest. Denn die Bandbreite ist groß – und je klarer dein Profil, desto einfacher wird es, Kund:innen zu gewinnen.
💡 Eine klare Spezialisierung hilft dir, dich von der Konkurrenz abzuheben und deine Selbstständigkeit im Eventmanagement auf ein stabiles Fundament zu stellen. Natürlich kannst du auch mehrere Bereiche kombinieren, solltest aber für den Anfang mit einem Schwerpunkt starten, um dich als Expert:in zu positionieren.
Als selbstständige:r Eventmanager:in planst und koordinierst du private wie öffentliche Veranstaltungen. Das geschieht in der Regel in enger Abstimmung mit den Auftraggebern. Es ist also wichtig, dass du über ein ausgeprägtes Organisationstalent und viel Kreativität verfügst. Ebenso wichtig ist der Umgang mit Menschen, denn du arbeitest regelmäßig mit Caterern, Servicepersonal, Security-Firmen, Speaker:innen, Gästen, Stagehands oder Künstler:innen zusammen.
Gut ist es, wenn du bei deiner Tätigkeit auf ein Netzwerk zurückgreifen kannst, denn oft sind Kontakte und Ad-hoc-Lösungen gefragt. Das erleichtert dir auch die Akquise neuer Kund:innen. Außerdem solltest du Entwicklungen in der Branche aufmerksam verfolgen und offen für Trends sein, um immer am Puls der Zeit zu bleiben.
Nicht zuletzt erfordert die Arbeit Belastbarkeit und die Fähigkeit, auch unter Druck flexibel zu reagieren. Und ein Grundverständnis der technischen Abläufe ist unverzichtbar, wenn du erfolgreich im Eventmanagement selbstständig arbeiten möchtest. Zumindest solltest du ein Grundwissen in den Bereichen Audio, Video und Beleuchtung haben.
Vorweg: die Bezeichnung „Eventmanager:in“ ist rechtlich nicht geschützt. Das bedeutet also, dass ich grundsätzlich jede:r so nennen kann. Um dich klar von Mitbewerber:innen abzuheben, solltest du jedoch eine fundierte Qualifikation erwerben.
Eine gängige Grundlage ist die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann bzw. zur Veranstaltungskauffrau, die meist drei Jahre dauert und von der Industrie- und Handelskammer angeboten wird. Zusätzlich gibt es spezialisierte Fortbildungen, mit denen du dich gezielt auf eine Tätigkeit im Eventmanagement vorbereiten kannst.
Wer den akademischen Weg wählt, findet passende Studiengänge wie Eventmanagement, Kulturmanagement, Veranstaltungsmanagement, Sportmanagement oder Eventmarketing. Auch ein betriebswirtschaftliches Studium ist hilfreich – vor allem in Kombination mit Praktika, bei denen du praktische Erfahrung im Eventbereich sammelst.
Viele Eventmanager:innen starten auch ohne formale Ausbildung oder Studium. Praktische Einsätze bei Agenturen, Vereinen oder Kulturveranstaltungen können dir Türen öffnen und gleichzeitig Referenzen für deine Selbstständigkeit liefern.
Wenn du dich im Eventmanagement selbstständig machen möchtest, kannst du den Einstieg flexibel gestalten. Viele beginnen zunächst nebenberuflich, etwa am Wochenende, und sammeln dabei erste Erfahrungen sowie wertvolle Kontakte. So minimierst du dein finanzielles Risiko und baust dir parallel ein Portfolio auf. Wer dagegen direkt „in die Vollen“ gehen will, sollte mit einem durchdachten Businessplan starten, der Zielgruppe, Angebot, Kostenstruktur und Marketingstrategie klar definiert. So gehst du am besten vor:
Zu den häufigsten Rechtsformen zählen das Einzelunternehmen, die UG (haftungsbeschränkt) oder die GmbH. Ein Einzelunternehmen ist leicht zu gründen und besonders für den Einstieg geeignet, birgt jedoch ein höheres Haftungsrisiko. Mit einer UG oder GmbH trennst du private und geschäftliche Finanzen klar, brauchst aber mehr Startkapital und musst strengere Buchhaltungspflichten erfüllen.
Als Eventmanager:in musst du ein Gewerbe anmelden. Die Kosten liegen meist zwischen 20 und 60 Euro. Im Anschluss meldet sich automatisch das Finanzamt bei dir und vergibt deine Steuernummer. Dort entscheidest du auch, ob du die Kleinunternehmerregelung nutzen möchtest oder regulär Umsatzsteuer ausweist. Zusätzlich wirst du Pflichtmitglied bei der Industrie- und Handelskammer (IHK).
Schon zu Beginn solltest du dich um deine Versicherung kümmern. Unverzichtbar ist die Betriebshaftpflichtversicherung, da im Eventbereich schnell hohe Schäden entstehen können. Ergänzend können eine Veranstalterhaftpflicht, eine Ausfallversicherung sowie private Vorsorge (Kranken- und Rentenversicherung) sinnvoll sein.
Gerade in der Eventbranche entstehen hohe Vorleistungen, etwa durch Anzahlungen für Locations, Technik oder Catering. Plane daher ausreichend Liquidität ein und lege Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben an. Mit einer Buchhaltungssoftware wie Accountable behältst du Einnahmen und Ausgaben jederzeit im Blick und kannst deine Steuerpflichten einfach selbst erledigen.
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Neben der Wahl der Rechtsform und den formalen Schritten gehört auch die Finanzierung zu den zentralen Aufgaben deiner Gründung. Gerade weil in der Eventbranche häufig hohe Vorleistungen anfallen, lohnt es sich, verschiedene Optionen zu prüfen:
Ein gut strukturierter Finanzplan hilft dir, Kosten wie Technik, Marketing oder Personal im Blick zu behalten und deine laufenden Einnahmen realistisch einzuschätzen. Denke außerdem an Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben, wenn du dich als Eventmanager:in selbstständig machen willst. So kannst du auch in ruhigen Phasen handlungsfähig bleiben.
Damit deine Finanzierung realistisch bleibt, solltest du die wichtigsten Kostenfaktoren von Anfang an kennen. Sie setzen sich aus einmaligen Gründungskosten und laufenden Ausgaben zusammen:
Damit deine Selbstständigkeit im Eventmanagement erfolgreich wird, brauchst du nicht nur Fachwissen, sondern vor allem Aufträge. Ein professionelles Marketingkonzept hilft dir dabei, sichtbar zu werden und Vertrauen aufzubauen. Dazu gehört in erster Linie eine ansprechende Website mit Referenzen und klaren Leistungsangeboten. Ergänze diese durch Social-Media-Präsenzen, z. B. auf Instagram, TikTok oder LinkedIn, um Reichweite aufzubauen und deine Arbeit zu präsentieren.
Für die Akquise neuer Kund:innen sind persönliche Kontakte besonders wertvoll. Kooperiere mit Locations, Catering-Unternehmen, Technik-Dienstleistern oder Künstler:innen, um dich als Teil eines Netzwerks zu positionieren. Auch Branchenverzeichnisse und Eventportale können dir helfen, erste Aufträge zu gewinnen.
💡 Tipp: Setze außerdem auf Empfehlungsmarketing: Zufriedene Kund:innen sind die beste Werbung und sorgen oft für Folgeaufträge. Mit gezielten Maßnahmen wie Rabattaktionen für Stammkund:innen oder Social-Media-Testimonials kannst du diesen Effekt verstärken.
Dein Einkommen im Eventmanagement hängt von mehreren Faktoren ab: Reputation, Erfahrung, Spezialisierung, Region und Art der Veranstaltungen. Wer frisch in die Selbstständigkeit startet, kalkuliert oft mit kleineren Projekten wie Geburtstagsfeiern oder Vereinsveranstaltungen. Hier bewegen sich die Honorare meist im unteren vierstelligen Bereich (1.000–3.000 Euro pro Event).
Mit wachsender Erfahrung und einem stabilen Netzwerk steigen auch die Einnahmen. In Großstädten oder bei Firmenkunden sind Tagessätze von 400–700 Euro realistisch, abhängig vom Umfang der Leistungen. Für mittelgroße Events wie Hochzeiten, Firmenfeiern oder Jubiläen können Honorare zwischen 3.000 und 10.000 Euro erzielt werden. Bei Großveranstaltungen – etwa Konzerten, Kongressen oder Messen – sind sogar fünfstellige Beträge pro Projekt möglich, insbesondere wenn du als Full-Service-Agentur auftrittst und mehrere Gewerke koordinierst.
“Wichtig zu bedenken: Die Einnahmen sind nicht gleich Gewinn. Von deinen Honoraren musst du laufende Kosten wie Versicherungen, Technik, Büro, Personal oder Marketing abziehen. Gerade zu Beginn ist es sinnvoll, realistisch zu kalkulieren und ein finanzielles Polster für schwächere Monate einzuplanen.”
Tino Keller - Gründer, CMO & Geschäftsführer Deutschland
Prinzipiell sind die Aussichten in der Eventbranche ungebrochen gut. Einzig globale Krisen wie Corona können im Eventmanagement den kompletten Betrieb lahmlegen – doch damit steht die Branche nicht allein, das Risiko besteht auch anderswo.
Ansonsten gilt, dass immer gefeiert wird, ob Branchenverbände, Unternehmen oder Privatpersonen. Sportveranstaltungen erfreuen sich anhaltender Beliebtheit und Konzerte sind zur Haupteinnahmequelle der meisten Musiker avanciert. Zudem bist du in einem spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsfeld tätig.
Wenn du also aufgeschlossen bist, dich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt, feste Arbeitszeiten nicht brauchst, belastbar bist und gern mit Menschen arbeitest, ist ein Job im Eventmanagement als Selbstständige:r vielleicht genau das Richtige für dich.
Die Perspektiven für eine Selbstständigkeit im Eventmanagement sind grundsätzlich sehr gut. Veranstaltungen gehören fest zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben – ob Firmenjubiläum, Kulturfestival oder Sportevent. Zwar hat die Vergangenheit gezeigt, dass unvorhersehbare Ereignisse wie globale Krisen die Branche kurzfristig stark beeinträchtigen können, doch solche Situationen sind Ausnahmen und betreffen meist auch viele andere Wirtschaftszweige.
Aktuell zeigt sich die Branche stabil und vielseitig. Sportveranstaltungen und Konzerte bleiben wichtige Umsatztreiber, während im B2B-Bereich Konferenzen, Messen und hybride Events zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig eröffnen Trends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung neue Chancen – von klimafreundlichen Eventkonzepten bis hin zu virtuellen Formaten.
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Autor - Robert Jödicke
Robert Jödicke ist ein erfahrener Steuerexperte und Autor bei Accountable, spezialisiert auf Steuertipps und Steuerersparnisse für Selbstständige.
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