Freelancer:innen in Deutschland genießen oft berufliche und geografische Freiheit. Damit stehen sie vor einer wichtigen Wahl, wenn es um die Gestaltung des Lebensmittelpunktes geht. Welcher Ort bietet das optimale Umfeld zum Arbeiten und Leben? Unser Städtevergleich liefert Antworten.
In den Bereichen Finanzen, Arbeitsbedingungen und Lebensqualität haben wir Daten der 20 bevölkerungsreichsten Städte, ergänzt um zwei Hotspots mit einer hohen Dichte an Freischaffenden, durchleuchtet. In diesem Artikel stellen wir die Ergebnisse unserer umfangreichen Analyse vor.
11. Leipzig, 12. Münster, 13. Dresden, 14. Karlsruhe, 15. Bremen, 16. Bonn, 17. Hannover, 18. Wuppertal, 19. Berlin, 20. Duisburg, 21. Augsburg, 22. Bielefeld
Wider Erwarten führen nicht die Millionenstädte, sondern Stuttgart und Nürnberg unser Ranking an. Attraktive Auftragslagen, moderate Lebenshaltungskosten und eine starke lokale Vernetzung katapultieren sie an die Spitze. München macht trotz hoher Kosten seine Defizite durch zahlreiche Netzwerkmöglichkeiten und fortschreitende Digitalisierung wett und sichert sich Platz drei. Berlin hingegen findet sich aufgrund hoher Mieten und geringerer Gehälter auf Rang 19 wieder. Auf dem letzten Platz landet Bielefeld. Die Stadt kann mit hohen Lebenshaltungskosten, wenig Aufträgen und einer geringen Lebensqualität im Vergleich nicht überzeugen.
München führt zwar bei den Gehältern, kämpft aber mit Spitzenmieten. Wuppertal und Essen hingegen beeindrucken mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben. Ein recht hoher Verdienst trifft hier auf moderate Wohnkosten. In Sachsen fallen Dresden und Leipzig mit geringen Gehältern auf. Nordrhein-Westfalen sticht im bundesweiten Vergleich mit niedrigen Wohnkosten hervor. In der Kategorie Mietpreise stehen fünf Städte des Bundeslandes an der Spitze. Für die Darstellung der Mietpreise im Vergleich zum Gehalt wurden diese auf 60m² und ein Jahr hochgerechnet.
Den kleinsten Lebenshaltungskostenindex und damit auch die geringsten Lebenshaltungskosten hat Bochum. Auch Dresden und Leipzig finden sich unter den Top vier und gleichen so die niedrigen Gehälter aus. Am Ende der Liste steht zwischen den Millionenmetropolen München, Hamburg und Berlin die Stadt Bielefeld. Eine Tabelle mit allen Daten befindet sich am Ende der Seite. Dort findest du auch das Ranking der Städte in den einzelnen Kategorien.
Betrachtet man nur die Anzahl an Ausschreibungen für Freischaffende, dominieren klar die Millionenstädte das Ranking. Pro Kopf gerechnet dagegen schafft es nur München unter die Top fünf. An der Spitze steht Frankfurt und beweist damit seine Wirtschaftsstärke. Duisburg findet sich am Ende der Skala und besetzt den letzten Platz im Ranking der Auftragslage. Die beiden Städte Karlsruhe und Augsburg, die nur aufgrund hoher Anzahl an Freiberufler:innen zu den 20 größten Städten ergänzt wurden, gehören mit rund 70 Ausschreibungen pro 100.000 Einwohner:innen in der Kategorie Auftragslage zu den Top zehn.
Neben Online-Plattformen sind Events eine wichtige Gelegenheit, um berufliche Kontakte zu knüpfen. Die Größe der Stadt ist beim Vernetzen ein entscheidender Faktor. Städte mit weniger als 500.000 Einwohner:innen schaffen es nicht unter die Top zehn. Düsseldorf, Berlin und Köln führen mit zahlreichen Fachmessen jährlich das Ranking an. Wuppertal dagegen bietet die wenigsten Möglichkeiten zum Knüpfen von Geschäftsbeziehungen. Auch bei der Auswahl an Co-Working Spaces pro Kopf haben größere Städte oft mehr Angebote – Ausnahmen sind Bonn und Karlsruhe. Sie gehören als einzige zwei Städte mit weniger als 500.000 Einwohner:innen zu den besten zehn. Angeführt wird das Ranking von Frankfurt, gefolgt von Düsseldorf und Köln. Duisburg ist ebenfalls eine Ausnahme – es nimmt als Stadt mit einer Bevölkerung von knapp über 500.000 den letzten Platz ein.
In der Kategorie Netzabdeckung nimmt Nürnberg die Spitzenposition ein. Bochum und München folgen mit einer stark ausgebauten digitalen Infrastruktur dahinter. Im Gegensatz dazu zeigen Bonn, Hannover und Karlsruhe die niedrigsten Werte in Sachen Netzverfügbarkeit. München punktet noch mehr mit dem Thema Digitalisierung: Im Smart City Index erlangt die Stadt den ersten Platz und ist damit Vorreiter in der digitalen Transformation. Auch die Millionenstädte Hamburg und Köln können hier mit fortschrittlicher Digitalisierung punkten und die Plätze zwei und drei belegen. Ausbaufähig ist die digitale Infrastruktur in den Städten Hannover, Duisburg und Bremen. Sie landen im Ranking auf den letzten drei Plätzen. Berlin erreicht trotz seiner Rolle als Start-up-Hochburg und Kreativzentrum nur den zwölften Platz.
Beim Thema Lebensqualität liegen die Millionenstädte Deutschlands nur in der unteren Hälfte des Rankings. Der Index nimmt unter anderem Werte zur Verschmutzung, Sicherheit und Gesundheitsversorgung auf. Dresden holt sich den ersten Platz. Auch Karlsruhe und Münster versprechen eine hohe Lebensqualität. Wuppertal findet in der Indexierung keine Betrachtung und landet deshalb hinter Duisburg und Köln auf dem letzten Platz. Die Hauptstadt Berlin weist mit Rang 19 ebenfalls eine vergleichsweise geringe Lebensqualität auf.
Um die Zusammensetzung des Gesamtrankings im Detail zu veranschaulichen, wurde eine Tabelle erstellt, aus der die Datengrundlage für die neun Kategorien sowie die jeweiligen Bewertungen für jede einzelne Stadt hervorgehen.
Download der Tabelle für Excel (Dateiformat XLSX)
Unser umfassender Städtevergleich für Freiberufler:innen in Deutschland basiert auf einer Sammlung und Auswertung von Daten, die Aufschluss über die Bedingungen für berufliche Selbstständigkeit und persönliches Wohlbefinden geben. Dabei haben wir uns auf die 20 bevölkerungsreichsten Städte des Landes konzentriert und zusätzlich zwei Städte (Karlsruhe und Augsburg) in die Analyse einbezogen, die eine große Anzahl von Freelancer:innen beherbergen.
Insgesamt wurden neun relevante Kategorien (Einkommen, Mietpreise, Auftragslage, Verfügbarkeit von Co-Working Spaces, Vernetzungsmöglichkeiten, Netzabdeckung, Digitalisierung, Lebenshaltungskosten, Lebensqualität) definiert, in denen Daten erhoben wurden. Für jede Kategorie wurden die Daten der untersuchten Städte gesammelt und in einer umfangreichen Tabelle gegenübergestellt.
Um die Ergebnisse vergleichbar und verständlich zu machen, wurde ein Punktesystem entwickelt, bei dem die Städte je nach ihrer Position in jeder Kategorie Punkte erhalten. Die Skala reicht von 1 bis 22 Punkte, wobei 22 Punkte den ersten Platz in einer Kategorie bedeuten. Die Summe dieser Punkte aus allen neun Kategorien führt zu einer Gesamtwertung, die es ermöglicht, eine Rangfolge der Städte hinsichtlich ihrer Attraktivität und Eignung für Freiberufler:innen zu erstellen.
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Autor - Sophia Merzbach
Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.
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