Von Girokonto bis Zinsen – Bankbegriffe wirken auf Selbstständige, Gründer:innen und kleine Unternehmen häufig kompliziert. Gerade beim Aufbau deines Unternehmens ist es aber wichtig, diese grundlegenden Finanzbegriffe zu kennen. Dieser Leitfaden hilft dir, die wichtigsten Begriffe verständlich zu machen.
Diese allgemeinen Bankbegriffe bilden das Fundament deiner Finanzverwaltung – egal, ob du gerade erst startest oder schon länger selbstständig bist.
Ein Girokonto ist dein Basiskonto für den täglichen Zahlungsverkehr. Hier landen Einnahmen wie Zahlungen von Kund:innen, und hiervon werden Betriebsausgaben wie Lieferantenrechnungen oder Gehälter bezahlt. Ein Girokonto ist für die Verwaltung deiner Finanzen unverzichtbar.
Ein Tagesgeldkonto eignet sich optimal, um überschüssiges Geld kurzfristig anzulegen. Es bietet meist höhere Zinsen als ein Girokonto und erlaubt dir jederzeit Zugriff auf dein Geld. Ideal, wenn du flexibel bleiben und dein Geld trotzdem arbeiten lassen möchtest.
Mit einem Festgeldkonto legst du Geld für eine feste Laufzeit an, in der du nicht darauf zugreifen kannst. Dafür erhältst du höhere Zinsen als beim Tagesgeld. Festgeld eignet sich gut, um Rücklagen für festgelegte Zeiträume sicher und gewinnbringend anzulegen.
Der Dispo ist ein vereinbarter Kreditrahmen auf deinem Girokonto. Er ermöglicht dir, das Konto kurzfristig zu überziehen – etwa bei finanziellen Engpässen. Nutze ihn mit Bedacht, da die Zinsen dafür meist recht hoch sind.
Für den reibungslosen Zahlungsverkehr – gerade bei internationalen Transaktionen – solltest du diese Begriffe kennen:
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ein Sicherheitsverfahren im Online-Banking. Neben dem Passwort brauchst du eine zweite Bestätigung – etwa einen Code per SMS oder App. Das schützt dein Konto vor unbefugtem Zugriff.
💡 Warum du nie nur auf den Kontostand schauen solltest:
Dein Kontostand zeigt nur eine Momentaufnahme – vorgemerkte Umsätze oder Buchungen in der Warteschleife siehst du oft nicht sofort. Besonders zum Monatsende kann das zu bösen Überraschungen führen, wenn Zahlungen plötzlich doch noch abgebucht werden.
Der Zahlungsverkehr umfasst alle Zahlungen, die du erhältst oder tätigst – etwa für Rechnungen, Gehälter oder Einkäufe. Je nach Zweck kommen unterschiedliche Zahlungsarten infrage:
Diese drei Möglichkeiten sind die Standards im Zahlungsverkehr:
💡 Was tun, wenn eine Überweisung „zu lange dauert“?
Banken sind verpflichtet, SEPA-Überweisungen innerhalb eines Bankarbeitstags auszuführen. Wenn’s länger dauert: Nachfrage lohnt sich. Bei Echtzeitüberweisungen passiert das in Sekundenschnelle, rund um die Uhr, auch an Wochenenden – aber nicht jede Bank bietet diesen Service an.
Damit du beim Online- und Kartenzahlungsverkehr den Überblick behältst, hier die wichtigsten Begriffe:
➡️ Kreditkarte oder Debitkarte: Welche eignet sich für Freelancer?
➡️ PayPal für Verkäufer: Alle Vor- und Nachteile im Überblick
💡 Cashback lohnt sich – aber nur mit Überblick
Viele Kartenanbieter bieten Cashback von 0,5 % bis 2 %. Klingt wenig – kann sich aber summieren. Tipp: Achte auf die Bedingungen (z. B. Mindestumsatz oder bestimmte Händler), und nutze Cashback nur bei Ausgaben, die du ohnehin tätigen würdest.
Wenn du wissen willst, wann dein Geld wirklich ankommt, helfen diese beiden Begriffe weiter:
Nicht alle Zahlungen werden sofort ausgeführt – hier erfährst du, warum:
Banken verarbeiten Zahlungen nur an Werktagen und meist nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit. Wer zu spät überweist, riskiert, dass das Geld erst am nächsten Tag oder nach dem Wochenende ankommt. Wenn’s schnell gehen muss, lohnt sich ein Blick auf die Buchungszeiten deiner Bank.
Einfach nur auf den Kontostand zu schauen, reicht nicht – wer seine Finanzen im Griff haben will, sollte auch verstehen, was im Hintergrund passiert. Kontobewegungen und Buchungen zeigen dir genau, wie dein Geld fließt und ob alles stimmt.
Diese Begriffe stammen aus der doppelten Buchführung und sind auch beim Bankkonto wichtig:
➡️ Buchhaltung für Selbstständige: Grundlagen, Möglichkeiten und hilfreiche Tipps
Zwei weitere Begriffe, die du für deine Finanzübersicht kennen solltest:
Auch noch nicht endgültig gebuchte Zahlungen solltest du im Blick haben: Vormerkposten sind noch nicht endgültig gebuchte Transaktionen. Das Geld wurde schon „reserviert“, aber noch nicht endgültig verarbeitet. Du siehst sie zwar im Online-Banking, aber sie beeinflussen deinen Kontostand meist erst am nächsten Bankarbeitstag.
Wenn eine Abbuchung nicht klappt, kommt es zu einer Rücklastschrift: Dies passiert, wenn eine Lastschrift nicht eingelöst werden kann – zum Beispiel, weil das Konto nicht gedeckt ist oder die IBAN falsch war. Die Bank storniert dann die Zahlung, es entstehen oft Gebühren, und der Betrag wird wieder deinem Konto belastet. Prüfe Rücklastschriften immer zeitnah, damit du schnell reagieren kannst.
💡 Rücklastschriften kannst du rückgängig machen
Wenn du feststellst, dass ein Betrag zu Unrecht abgebucht wurde, kannst du eine Lastschrift bis zu 8 Wochen lang zurückbuchen lassen – ganz ohne Angabe von Gründen. Bei unautorisierten Abbuchungen sogar bis zu 13 Monate!
Neben den allgemeinen Bankbegriffen gibt es auch spezielle Begriffe, die für dich als Unternehmer:in besonders wichtig sind. Sie betreffen unter anderem Geschäftskonten, internationale Zahlungen und spezielle Finanzierungsformen – also Bereiche, die im Alltag eines Unternehmens regelmäßig eine Rolle spielen.
Damit du Finanzen sauber trennen und steuerlich korrekt handeln kannst, ist die Unterscheidung zwischen diesen beiden Kontotypen entscheidend:
➡️ Warum ein Geschäftskonto für Freiberufler sinnvoll ist
Bei internationalen Geschäftsbeziehungen kommen diese Begriffe ins Spiel – wichtig, wenn du Zahlungen aus dem oder ins Ausland abwickelst:
➡️ Rechnungen ins Ausland stellen: Das musst du beachten
💡 SEPA-Zahlung ≠ immer gebührenfrei
SEPA-Zahlungen in Euro sind innerhalb des SEPA-Raums kostenlos – aber nur, wenn du wirklich in Euro bezahlst. Viele Banken erheben trotzdem Gebühren, wenn du z. B. nach Norwegen oder in die Schweiz überweist, obwohl sie SEPA-Mitglieder sind.
Diese Begriffe spielen eine wichtige Rolle, wenn du flexibel auf finanzielle Engpässe reagieren willst:
➡️ Kredit für Selbstständige: So funktioniert es
➡️ Kredite für Kleinunternehmer – was möglich ist und worauf du achten solltest
Der Kontokorrentkredit funktioniert ähnlich wie ein Dispo, ist aber speziell nur für Unternehmen. Du kannst dein Geschäftskonto bis zu einem bestimmten Betrag überziehen und so kurzfristige Liquiditätslücken überbrücken. Zinsen fallen nur für den tatsächlich genutzten Betrag an – sie sind jedoch in der Regel höher als bei klassischen Krediten. Deshalb sollte der Kontokorrentkredit nur gezielt und vorübergehend eingesetzt werden.
➡️ Schufa-Selbstauskunft: Was sie für deine Bonität bedeutet
Ob Konto, Kredit oder Kartenzahlung – je besser du die wichtigsten Bank- und Finanzbegriffe kennst, desto sicherer kannst du Entscheidungen für dein Business treffen. Gerade für Selbstständige und Unternehmer:innen ist ein solides Finanzverständnis keine Kür, sondern Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Du musst natürlich nicht unbedingt ein Finanzprofi sein. Aber wenn du weißt, wie Geldflüsse, Buchungen und Finanzierungsmodelle funktionieren, sparst du Zeit, vermeidest Fehler – und kannst dein Unternehmen gezielt weiterentwickeln.
1. Brauche ich als Selbstständige:r ein separates Geschäftskonto?
Ja, unbedingt. Ein separates Geschäftskonto sorgt für klare Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Finanzen – das ist wichtig für die Buchhaltung und erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Finanzamt.
2. Was ist der Unterschied zwischen einem Dispokredit und einem Kontokorrentkredit?
Ein Dispokredit ist für private Konten gedacht, ein Kontokorrentkredit für Geschäftskonten. Beide funktionieren ähnlich – du darfst dein Konto bis zu einem vereinbarten Betrag überziehen. Beim Kontokorrentkredit gelten meist höhere Beträge und Zinsen.
3. Welche Kreditkarte ist besser für Selbstständige – Debit oder Kredit?
Debitkarten eignen sich für den Alltag, da das Geld direkt vom Konto abgebucht wird. Kreditkarten bieten mehr Spielraum und sind praktisch für größere Anschaffungen oder Reisen. Achte auf die Gebühren und Zahlungsfristen.
4. Was bedeutet „Wertstellung“ bei einer Überweisung?
Die Wertstellung ist der Zeitpunkt, ab dem eine Zahlung wirklich verfügbar ist – also ab wann du mit dem Geld arbeiten kannst oder es verzinst wird. Sie kann vom Buchungstag abweichen.
5. Was passiert bei einer Rücklastschrift?
Eine Rücklastschrift entsteht, wenn eine Lastschrift nicht ausgeführt werden kann – etwa wegen fehlender Kontodeckung oder falscher IBAN. Die Zahlung wird storniert, du bekommst dein Geld zurück, musst aber eventuell Gebühren zahlen.
6. Wie funktioniert eine Echtzeitüberweisung?
Mit einer Echtzeitüberweisung wird Geld in Sekundenschnelle übertragen – rund um die Uhr, auch am Wochenende. Sie ist besonders praktisch für dringende Zahlungen, z. B. an Lieferant:innen.
7. Was ist 3D Secure und warum ist es wichtig?
3D Secure ist ein Sicherheitsverfahren für Online-Zahlungen mit Karte. Du musst die Zahlung zusätzlich per App oder SMS-Code bestätigen. Das schützt dich vor Betrug und unbefugten Abbuchungen.
20 Kapitel knallhart recherchiert und vom Steuerprofi geprüft
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Autor - Sophia Merzbach
Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.
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