Exchange Traded Funds, kurz ETFs, sind ein beliebtes Anlageinstrument für Selbstständige, die eine flexible und kostengünstige Möglichkeit suchen, langfristig Vermögen aufzubauen.
Ein genauer Vergleich von ETFs ist unerlässlich, um die richtigen Fonds für dich und deine individuellen Bedürfnisse zu finden. Hier erfährst du, auf welche Punkte du dabei achten solltest, um die besten ETFs für deine Anlagestrategie auszuwählen.
Ein zentraler Punkt bei einem ETF-Anbieter-Vergleich ist die Wahl der richtigen Anlageklasse. ETFs gibt es für verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien. Bei der Auswahl ist es wichtig, dein eigenes Risikoprofil zu kennen. Aktien-ETFs eignen sich zum Beispiel tendenziell eher für den langfristigen Vermögensaufbau und bieten dir die Möglichkeit, in verschiedene Märkte zu investieren. Anleihen-ETFs hingegen sind eine risikoärmere Alternative und interessant für Anleger:innen, die ihrem Portfolio etwas mehr Stabilität verleihen möchten.
💡Tipp von Accountable: Selbstständige haben nicht selten ein eher schwankendes Einkommen und sollten bei ihrer Auswahl auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen risikoarmen und risikoreichen Anlageklassen achten. Ein breit gestreutes Portfolio aus Aktien- und Renten-ETFs kann langfristig für Stabilität sorgen.
Ein weiterer entscheidender Faktor beim Vergleich von ETFs ist die sogenannte Diversifikation. Der Begriff beschreibt, wie breit ein ETF gestreut ist - also wie viele verschiedene Werte aus welchen Ländern und Branchen er enthält. Ein breit diversifizierter ETF, zum Beispiel auf den MSCI World Index, enthält Aktien aus vielen verschiedenen Ländern und Branchen. Das verringert das Risiko, da Verluste einzelner Unternehmen oder Branchen durch andere Werte ausgeglichen werden können.
Als Selbstständige:r solltest du bei einem ETF-Vergleich besonders auf eine breite Diversifikation achten, da dir ein stabileres Anlageportfolio zusätzliche Sicherheit bietet. ETFs, die sich auf einen bestimmten Sektor oder eine Region konzentrieren, wie beispielsweise Technologie-ETFs oder ETFs auf Schwellenländer, können zwar eine vielversprechende Ergänzung sein, bergen aber auch höhere Risiken.
Die Kosten spielen bei einem ETF-Vergleich eine zentrale Rolle. Auch wenn ETFs in der Regel günstiger sind als aktiv gemanagte Fonds, gibt es doch erhebliche Unterschiede bei den Gebühren. Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) eines ETFs gibt an, wie hoch die laufenden Verwaltungskosten des Fonds sind. Sie liegt bei ETFs in der Regel zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr.
Zusätzlich können Kauf- und Verkaufsgebühren anfallen, die je nach Broker oder Bank variieren. Ein ETF-Gebühren-Vergleich ist daher wichtig, um versteckte Kosten zu vermeiden. Gerade bei langfristigen Anlagen können hohe Gebühren die Rendite erheblich schmälern. Wenn du als Selbstständige:r regelmäßig über Sparpläne einzahlen möchtest, solltest du ebenfalls auf niedrige Sparplan-Gebühren achten.
Ein weiterer Punkt beim Vergleich von ETFs ist die Replikationsmethode. Grundsätzlich gibt es zwei Arten, wie ETFs einen Index nachbilden: physisch und synthetisch. Physische ETFs kaufen die in einem Index enthaltenen Aktien oder Anleihen direkt. Dies bietet Transparenz und macht es leicht nachvollziehbar, welche Werte im ETF enthalten sind.
Synthetische ETFs hingegen bilden die Wertentwicklung eines Index über sogenannte Swaps ab. Dabei stellt eine Bank die Wertentwicklung des Index zur Verfügung, ohne dass der ETF die tatsächlichen Werte kauft. Synthetische ETFs sind oft kostengünstiger, aber für viele Anleger weniger greifbar, da sie keine direkten Anteile an den Unternehmen halten.
Wenn du lieber auf Nummer sicher gehen willst und viel Wert auf Transparenz legst, sind physische ETFs oft die bessere Wahl. Synthetische ETFs können jedoch eine interessante Alternative sein, wenn sie kostengünstiger sind und trotzdem eine gute Performance bieten.
Beim Vergleich von ETFs solltest du zusätzlich darauf achten, ob der ETF Dividenden und Zinsen ausschüttet oder thesauriert. Bei einem ausschüttenden ETF bekommen Anleger:innen regelmäßig Dividenden oder Zinsen ausgezahlt. Diese können dann frei verwendet oder reinvestiert werden. Bei thesaurierenden ETFs hingegen werden die Erträge automatisch wieder in den Fonds investiert, was den sogenannten Zinseszinseffekt verstärkt.
Falls du dir mit ETFs ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbauen willst, können ausschüttende ETFs sinnvoll sein. Wenn du jedoch lieber langfristig Vermögen aufbauen möchtest und auf die laufenden Erträge nicht angewiesen bist, profitierst du eher von thesaurierenden ETFs und dem Zinseszinseffekt, der die Rendite auf lange Sicht deutlich steigern kann.
Ein Vergleich der ETF-Renditen ist wichtig, um die Wertentwicklung der verschiedenen Fonds zu überprüfen. Auch wenn die Entwicklung in der Vergangenheit keine Garantie für die zukünftige Entwicklung ist, gibt sie doch einen Hinweis darauf, wie stabil ein ETF bislang war. Ein ETF, der seinen Referenzindex über einen längeren Zeitraum genau nachgebildet hat, zeigt, dass er zuverlässig arbeitet.
Dabei ist es sinnvoll, nicht nur die Rendite des ETFs, sondern auch die des zugrunde liegenden Index zu betrachten. Ist der ETF in seiner Wertentwicklung zu stark vom Index abgewichen, kann dies ein Hinweis auf ineffiziente Verwaltung oder hohe Transaktionskosten sein.
Wenn du auf der Suche nach einer flexiblen und kostengünstigen Anlagemöglichkeit bist, können ETFs eine ideale Lösung sein. Sie bieten eine breite Streuung, geringe Kosten und die Möglichkeit, sowohl regelmäßig kleinere Beträge als auch einmalig größere Summen anzulegen. Durch die Auswahl geeigneter ETFs kannst du dein Portfolio so gestalten, dass es deinen individuellen Bedürfnissen entspricht - sei es, um für das Alter vorzusorgen oder um mittelfristige finanzielle Ziele zu erreichen.
Ein Vergleich der ETF-Anbieter hilft, die besten Optionen zu finden, die niedrige Gebühren, gute Renditen und eine gute Diversifikation bieten. Gerade bei schwankenden Einkünften und unvorhersehbaren finanziellen Belastungen ist die Flexibilität von ETFs ein großer Vorteil für Selbstständige. Ein gründlicher ETF-Vergleich hilft dabei, die besten Produkte für deine jeweilige Anlagestrategie zu finden und langfristig stabile Renditen zu erzielen.
20 Kapitel knallhart recherchiert und vom Steuerprofi geprüft
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Autor - Tino Keller
Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.
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Ardalan Zamanimehr
Die App ist super! Intuitiv und perfekt für Selbstständige. Leider ist meine Position noch zu exotisch für Accountable um genau diese Leichtigkeit auch in Anspruch zu nehmen. Es gibt noch keine einfache Lösung für Selbstständige mit zwei Steuernummern da zwei Berufe. Sollte sich das mal ändern, Wechsel ich von meinem Steuerberater wieder zu Accountable!
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Sven Schöffel
Ich finde es gut, dass ich als Kunde des Max Plans jetzt deutlich schnellere Antworten bekomme. Das war eine Zeit lang nicht zuverlässig so, umso positiver fällt mir die Verbesserung auf. Die Steuer Coaches sind stets bemüht zu helfen. Sie antworten freundlich, klar und lösungsorientiert. Ich bin damit wirklich sehr happy. Für mich war es außerdem die beste Entscheidung, meine Steuer selbst zu machen. Ich habe jetzt mehr Überblick über meine Zahlen und verstehe die Abläufe besser. Dadurch fühle ich mich deutlich sicherer, auch in der Kommunikation mit den Steuerbehörden. Ich kann Rückfragen schneller einordnen und gezielter reagieren. Das nimmt mir viel Stress und gibt mir das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Der Live Call ist ein sinnvoller Zusatz. Du kannst offene Punkte direkt klären, ohne lange hin und her zu schreiben. Das spart Zeit und bringt schnell Klarheit. Fazit: Liebs 😊
Marco Richter
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