Make-Up-Artisten sind gefragter denn je. Egal ob für Hochzeiten, besondere Anlässe oder Film- und Fernsehproduktionen, die Nachfrage nach professionellen Make-Up-Künstlern ist extrem groß. Eine große Chance also für dich, wenn du dich für Make-Up interessierst und den Pinsel gerne zu deinem Arbeitswerkzeug machen würdest.
In diesem Artikel erklären wir, wie du dich als Make-Up-Artist selbstständig machen kannst und welche steuerlichen Besonderheiten du dabei berücksichtigen solltest.
Grundsätzlich kann sich jeder als Make-Up-Artist selbstständig machen, der über die entsprechenden Fähigkeiten für den Job verfügt - denn der Begriff ist nicht gesetzlich geschützt. Dennoch gibt es zahlreiche Aus- und Weiterbildungsangebote, mit denen du dich zum Make-Up-Artist ausbilden lassen kannst.
Das kann nicht nur für deine Skills in dem Bereich von Vorteil sein, sondern auch für den späteren Erfolg in dem Beruf. Da es mittlerweile sehr viele Make-Up-Artisten gibt, kann eine Ausbildung ein entscheidender Faktor für Kunden sein, um mit dir zusammenzuarbeiten. Außerdem bieten viele Ausbildungsstätten auch den Vorteil des Networkings, denn dort kommst du nicht nur mit Ausbildern und anderen Auszubildenden, sondern auch mit potenziellen Kunden in Berührung. Das kann ein entscheidender Vorsprung für den Schritt in die Selbstständigkeit sein.
➡️ Erste Schritte in die Selbstständigkeit Teil 1: Das solltest du vor dem Start wissen
Es gibt eine große Preisspanne in der Beauty-Branche und das betrifft auch den Verdienst von Make-Up-Artisten. Während viele Artists gerade zu Beginn ihrer Karriere wahrscheinlich nach einem festen Stundensatz abrechnen, können etabliertere Make-Up-Artisten mit Stammkunden und einem guten Ruf durchaus höhere Gesamtgagen für Jobs abrechnen.
Wie viel du verdienst, hängt also sowohl von deinem Klientel, als auch deiner eigenen Erfahrung ab. Bei der Berechnung deiner Preise solltest du übrigens unbedingt mit einberechnen, ob du einen Anfahrtsweg zu dem Job hast und auch den Wert der von dir mitgebrachten Produkte nicht vergessen.
➡️ So kannst du Fahrkosten von der Steuer absetzen!
Als Make-Up-Artist übst du in aller Regel einen freien Beruf aus, da dieser nicht von einer Berufsbezeichnung geschützt ist und außerdem eine künstlerische Tätigkeit umfasst.
Das heißt, dass du dich für die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit nicht beim Gewerbeamt anmelden, sondern einfach nur den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen musst.
Es ist jedoch möglich, dass je nach Ausrichtung deiner Tätigkeit das Finanzamt anders entscheidet. Ob du Freiberufler oder Gewerbe bist, erfährst du in dem Brief, den du nach Anmeldung der Selbstständigkeit von deinem Finanzamt erhältst.
💡Tipp von Accountable: Zur Frage, ob du als Make-Up-Artist Freiberufler:in bist oder ein Gewerbe anmelden musst, hilft dir auch unser kurzer Test weiter!
➡️ Hier kannst du diesen Fragebogen direkt online ausfüllen
Je nachdem wie viel du planst, mit deiner Tätigkeit als selbstständige:r Make-Up-Artist zu verdienen, kann es für dich von Vorteil sein, von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch zu machen. Diese befreit dich nämlich von der Umsatzsteuerpflicht, sofern du die vorgegebenen Umsatzgrenzen nicht überschreitest.
Ob es sich als Make-Up-Artist aber wirklich lohnt, keine Umsatzsteuer zu zahlen, solltest du vorab gut durchrechnen oder dich im Zweifel von einem Steuerprofi beraten lassen. Denn als Make-Up-Artist hast du bereits zu Beginn deiner Tätigkeit einige berufliche Ausgaben, für die es sich lohnen kann, keine Umsatzsteuer zu zahlen - und die kriegst du nur zurück, wenn du umsatzsteuerpflichtig bist. Mehr dazu findest du hier.
➡️Mehr zur Kleinunternehmerregelung inklusive der Einkommensgrenzen findest du hier
Als Selbstständige:r musst du dich selbst um deine Krankenversicherung kümmern und außerdem auch die volle Beitragslast tragen. Denn anders als bei Angestellten hast du ja keinen Arbeitgeber, der die Hälfte der Beiträge für dich einzahlt.
Um speziell selbstständigen Künstlern bei dieser Misere zu helfen, gibt es die Künstlersozialkasse, kurz KSK. Diese übernimmt für ihre Mitglieder quasi die Rolle des Arbeitgebers und zahlt die andere Hälfte der Beiträge ein.
Um jedoch in die KSK aufgenommen zu werden, musst du von der Versicherung als freischaffende:r Künstler:in eingestuft werden. Das sollte in aller Regel bei Make-Up-Artisten der Fall sein. Dementsprechend kannst du dich als selbstständiger Make-Up-Artist um eine Aufnahme in die Künstlersozialkasse bewerben.
➡️ Hier findest du mehr Infos zu der KSK
Kommen wir nun zum Eingemachten: Deinen Steuerpflichten als selbstständiger Make-Up-Artist. Wenn du nicht als Kleinunternehmer angemeldet bist, dann sind die folgenden Steuermeldungen Pflicht für dich:
➡️ Hier erfährst du, wie viel Einkommensteuer du voraussichtlich zahlen musst
➡️Hier gibt es mehr Infos rund um die Umsatzsteuer
Zusätzlich zu der Einkommensteuererklärung musst du außerdem in der Regel auch eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) abgeben. Dies ist ein gesondertes Formular, in dem du deine Einnahmen aufschlüsselst.
➡️Hier findest du eine detaillierte Anleitung zur Einnahmenüberschussrechnung
💡 Tipp von Accountable: Mit unserer Steuerlösung kannst du alle Steuererklärungen erstellen und auch direkt ans Finanzamt übermitteln. Erledige deine Steuern einfach per kostenloser App und Desktop Version am Laptop. So behältst du außerdem von Anfang an den Überblick über deine Einkünfte und Ausgaben!
Das Gute an der Selbstständigkeit ist, dass du nicht nur Steuern zahlen musst, sondern auch gezahlte Steuern für berufliche Anschaffungen zurückbekommen kannst. Zu den gängigsten sogenannten Betriebskosten für Make-Up-Artisten gehören etwa Pinsel sowie eine große Auswahl an Make-Up-Produkten, aber auch Schürzen und Utensilien wie Trolleys und Tragegürtel, um die Produkte mobil von einem Kunden zum nächsten transportieren zu können.
Wenn du außerdem von Zuhause aus arbeitest, kannst du auch die anteiligen Kosten für dein Homeoffice absetzen. Und wenn du mit deinem Auto zu Kunden fährst, kannst du unter anderem deine Spritkosten geltend machen.
➡️Was genau du alles absetzen kannst, erfährst du in diesem Artikel!
Auf den Geschmack gekommen? Dann leg direkt los und melde dich jetzt mit Accountable direkt selbstständig. Fülle einfach den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auf unserer Seite aus und wir schicken ihn direkt und sicher an das Finanzamt. Deiner Karriere als Make-Up-Artist steht nichts mehr im Weg!
Hier geht’s in die Selbstständigkeit
20 Kapitel knallhart recherchiert und vom Steuerprofi geprüft
Kostenlos herunterladen
Autor - Sophia Merzbach
Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.
Wer ist Sophia ?Danke für dein Feedback!
Hilfreich
Angestellte haben es leicht: Ein kurzer Blick auf die Lohnabrechnung genügt, um festzustellen, wie ...
Mehr erfahrenSteuern absetzen als Selbstständiger – für viele ein leidiges Thema. Ob Chaos bei den Belege...
Mehr erfahrenJeden Monat Geld für Steuern zurücklegen – klingt logisch, oder? Doch viele Selbstständige sind...
Mehr erfahrenFür mich als Kleinunternehmer ist der Preis ein bisschen hoch, aber für alles, was ich bekomme: alle Übersichten von Einnahmen und Ausgaben, die Funktionen rund um das Auto... ist es einfach top. Und das letzte Update zu den wiederkehrenden Ausgaben war hervorragend! Dankeschön.
Ardalan Zamanimehr
Die App ist super! Intuitiv und perfekt für Selbstständige. Leider ist meine Position noch zu exotisch für Accountable um genau diese Leichtigkeit auch in Anspruch zu nehmen. Es gibt noch keine einfache Lösung für Selbstständige mit zwei Steuernummern da zwei Berufe. Sollte sich das mal ändern, Wechsel ich von meinem Steuerberater wieder zu Accountable!
Viktor Rosin
Sehr freundlich und gezielte , verständliche Angaben und Erklärungen
Pascal Koopmann
Auf meine Anfrage habe ich sehr schnell eine sehr nette und kompetente Antwort bekommen. Die Mitarbeiterin hat mein als Verbesserungsvorschlag weitergegeben - und schon nach kurzer Zeit kam die Antwort, dass das entsprechende Feature eingearbeitet wurde. Tolle Arbeit!
Dr. Annika Krummacher
Sehr nette und kompetente Beratung - vielen Dank!
Annika Schirmer
Sehr gute App sehr einfach zu verstehen und leichte Bedienung
Johannes Sen
Schnelle Antwort mit Hilfestellung die das Problem sofort gelöst hat. Danke
Albert Friedrich Vontz
Meine Erfahrung mit Accountable ist wirklich klasse! Alles ist sehr übersichtlich und gut strukturiert und das Wichtigste: es funktioniert wie es soll! Es gibt online Webinare, einen KI Steuerberater der Zugriff auf die persönlichen Dokumente hat und die Steuer Coaches von welchen ich extrem begeistert bin. Sehr klare, ausführliche, vorausschauende und freundliche Antworten auf meine Fragen. Als selbsständiger Dienstleister fühle ich mich sehr gut aufgehoben und kann Accountable nur empfehlen.
Sven Schöffel
Ich finde es gut, dass ich als Kunde des Max Plans jetzt deutlich schnellere Antworten bekomme. Das war eine Zeit lang nicht zuverlässig so, umso positiver fällt mir die Verbesserung auf. Die Steuer Coaches sind stets bemüht zu helfen. Sie antworten freundlich, klar und lösungsorientiert. Ich bin damit wirklich sehr happy. Für mich war es außerdem die beste Entscheidung, meine Steuer selbst zu machen. Ich habe jetzt mehr Überblick über meine Zahlen und verstehe die Abläufe besser. Dadurch fühle ich mich deutlich sicherer, auch in der Kommunikation mit den Steuerbehörden. Ich kann Rückfragen schneller einordnen und gezielter reagieren. Das nimmt mir viel Stress und gibt mir das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Der Live Call ist ein sinnvoller Zusatz. Du kannst offene Punkte direkt klären, ohne lange hin und her zu schreiben. Das spart Zeit und bringt schnell Klarheit. Fazit: Liebs 😊
Marco Richter
Top Team! Top Service!
Anonym