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Mompreneur werden: In die Selbstständigkeit starten mit Kindern 

Geschrieben von: Sophia Merzbach

Aktualisiert am: Mai 7, 2025

Lesezeit: 4 Minuten

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Mompreneurs sind Mütter, die unabhängig arbeiten wollen und deshalb ihr eigenes Business gründen. Neben den Chancen gibt es dabei einige Herausforderungen zu bewältigen. Wir erklären, was das Konzept „Mompreneur“ eigentlich bedeutet, welche Vor- und Nachteile die Gründung mit Kindern hat und was du für einen erfolgreichen Start beachten solltest.

Was ist Mompreneurship? Eine Definition

Der Begriff „Mompreneur“ setzt sich aus den englischen Wörtern „Mom“ (Mutter) und „Entrepreneur“ (Unternehmer:in) zusammen. Das dahinterstehende Konzept beschreibt Frauen, die es schaffen, die Verantwortung für ihre Familie mit dem Aufbau und Betrieb eines eigenen Unternehmens zu vereinen. Das Ziel ist es, berufliche Erfüllung und geschäftlichen Erfolg zu erreichen, ohne dabei die Kinder zu vernachlässigen. 

Die Idee „Mompreneurship“ entstand in den 1990er Jahren in den USA, und zwar als Frauen begannen, nach Alternativen zur traditionellen Erwerbstätigkeit zu suchen, die besser mit ihren familiären Verpflichtungen vereinbar waren.  Wegweisend war dabei das Buch „Mompreneurs: A Mother’s Practical Step-by-Step Guide to Work-at-Home Success“, das 1996 von Patricia Cobe und Ellen Parlapiano veröffentlicht wurde.

➡️ Viele Mompreneurs sind als Solopreneur:innen tätig. Was es damit auf sich hat, erklärt unser Ratgeber „Solopreneur:in – Allein zum erfolgreichen Business?

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Mompreneur werden: Vor- und Nachteile

Es gibt viele gute Gründe, warum Mütter den Schritt in die Selbstständigkeit wagen: Im alten Job gibt es keine Möglichkeit, auf Teilzeit verkürzen. Die Arbeitszeiten lassen sich nicht mit den Betreuungszeiten der Kita vereinbaren. Oder man möchte einfach nicht auf „Haus- und Care-Arbeit“ reduziert werden, sondern selbst was aufzubauen. Doch bevor du überlegst, Mompreneur zu werden, solltest du die Herausforderungen und Risiken abwägen:

Vorteile

  1. Hohe Flexibilität bei der Zeiteinteilung: Als Mompreneur kannst du deine Arbeitszeiten flexibel gestalten und an die Bedürfnisse deiner Familie anpassen. Das bedeutet, dass du beispielsweise nachmittags Zeit mit deinen Kindern verbringen und abends arbeiten kannst.
  2. Möglichkeit der Selbstverwirklichung: Die Gründung eines eigenen Unternehmens bietet dir die Chance, deine eigenen Ideen zu verwirklichen und Projekte zu starten, die dir am Herzen liegen. Du kannst deine Kreativität ausleben und deine beruflichen Ziele verfolgen.
  3. Finanzielle Unabhängigkeit: Durch die Selbstständigkeit kannst du ein eigenes Einkommen erzielen und zur finanziellen Stabilität deiner Familie beitragen. Dies gibt dir Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
  4. Vorbild für die Kinder: Indem du deinen Kindern zeigst, dass es möglich ist, beruflich erfolgreich zu sein und gleichzeitig eine liebevolle Mutter zu sein, setzt du ein positives Beispiel. Sie lernen, dass Engagement und Durchhaltevermögen zum Erfolg führen.
  5. Eigenes Unternehmen nach den eigenen Werten gestalten: Als Unternehmerin hast du die Freiheit, dein Unternehmen nach deinen eigenen Werten und Vorstellungen zu gestalten. Du kannst eine Unternehmenskultur schaffen, die zu dir und deiner Familie passt.

Nachteile

  1. Hohe Arbeitsbelastung und Stress: Die Verantwortung für ein eigenes Unternehmen zu tragen, kann sehr stressig und zeitaufwendig sein. Die Balance zwischen Beruf und Familie zu finden, erfordert gutes Zeitmanagement und viel Energie.
  2. Finanzielle Unsicherheit in der Anfangsphase: Besonders in den ersten Jahren der Selbstständigkeit kann es finanzielle Engpässe geben. Es dauert oft eine Weile, bis das Geschäft rentabel ist.
  3. Schwierigkeiten, Berufliches und Privates zu trennen: Da du oft von zu Hause aus arbeitest, kann es schwierig sein, eine klare Grenze zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen. Dies kann zu Konflikten und Stress führen.
  4. Fehlende soziale Absicherung: Als Selbstständige hast du keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub, Krankengeld oder andere soziale Leistungen, die Angestellte genießen. Du musst dich selbst um deine Absicherung kümmern.
  5. Geringere Freizeit: Die Arbeit als Mompreneur kann sehr zeitintensiv sein, was dazu führen kann, dass du weniger Freizeit hast. Es ist wichtig, sich bewusst Zeit für Erholung und Familie zu nehmen.

Geschäftsideen für digitale Mompreneurs

Die Auswahl der richtigen Geschäftsidee ist entscheidend für deinen Erfolg. Gerade die große Welt des Internets eröffnet viele Möglichkeiten, die sich besonders gut für Mompreneurs eignen. Auch freiberufliche Tätigkeiten bieten große Flexibilität und erfordern oft nur einen geringen finanziellen Aufwand. Hier ein paar Business-Ideen für digitalen Mompreneurs:

  • Online-Shop für handgefertigte Produkte: Verkaufe über Etsy und andere Portale selbst hergestellte Artikel wie Schmuck, Kleidung, Dekorationsartikel oder Spielzeug.
  • Gesundheits- und Ernährungsberatung: Biete deine Expertise im Bereich Gesundheit, Fitness oder Ernährung an.
  • Designerin: Arbeite als Grafikdesignerin, Webdesignerin oder in anderen kreativen Bereichen.
  • Übersetzerin: Nutze als Dolmetscherin deine Sprachkenntnisse, um Texte zu übersetzen.
  • Virtuelle Assistenz: Unterstütze Unternehmen oder Einzelpersonen bei administrativen Aufgaben.
  • Buchhaltung: Übernehme die Buchhaltung für kleine Unternehmen oder Selbstständige.
  • Social Media Management: Pflege und betreue die Social-Media-Kanäle von Unternehmen.

💡Tipp von Accountable: Die nächsten Schritte: Businessplan schreiben, Kosten planen, Kredite aufnehmen, Fördermittel beantragen, dein Gewerbe anmelden und vieles mehr. 

Tipps für Mompreneurs

  • Zeitmanagement: Erstelle einen realistischen Zeitplan und halte dich daran. Nutze Kalender, To-Do-Listen und digitale Tools. Setze Prioritäten und delegiere Aufgaben, wenn möglich.
  • Arbeitsplatz: Richte dir einen festen Arbeitsplatz ein, um produktiver zu sein und Berufliches vom Privaten zu trennen. Ein separates Arbeitszimmer ist ideal, aber auch ein gut eingerichteter Schreibtisch in einer ruhigen Ecke kann funktionieren.
  • Weiterbildung: Bleibe immer auf dem Laufenden und bilde dich weiter. Nutze Online-Kurse, Webinare und Fachliteratur. 
  • Selbstfürsorge: Achte auf deine Gesundheit und gönne dir regelmäßige Pausen. Plane Zeit für Sport, Entspannung und Hobbys ein, um Ausgleich zu finden.
  • Technologie nutzen: KI-Tools für Projektmanagement, Buchhaltung und Steuern oder Kommunikation können dir viel Zeit sparen und gestalten deine Arbeit effizienter.
  • Klare Grenzen setzen: Definiere deine Arbeitszeiten und kommuniziere sie mit deiner Familie. So kannst du dich auf deine Arbeit konzentrieren und deine Kinder wissen, wann du für sie da bist.

Netzwerke für Mompreneurs

Suche den Austausch mit anderen Unternehmerinnen. Netzwerke bieten Unterstützung und Inspiration. Nimm an Veranstaltungen und Workshops teil, um deine Kontakte zu erweitern. Zu den wichtigsten Adressen gehören:

Fazit: Mompreneur werden & erfolgreich sein

Mompreneur zu werden, bietet viele Chancen und Herausforderungen. Mit der richtigen Vorbereitung, einer soliden Geschäftsidee und einem starken Netzwerk kannst du erfolgreich sein. Nutze die Flexibilität, die Selbstständigkeit bietet, um deine beruflichen und familiären Ziele zu erreichen. Viel Erfolg auf deinem Weg!

➡️ Weitere Tipps findest du in unserem Ratgeber „Wie kann ich mich selbstständig machen?“

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Autor - Sophia Merzbach

Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.

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