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Patreon, Substack und Gumroad: So monetarisierst du dein Wissen digital

Geschrieben von: Sophia Merzbach

Aktualisiert am: Februar 17, 2025

Lesezeit: 4 Minuten

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Ob Fachwissen, kreative Inhalte oder digitale Produkte – wer sein Know-how geschickt vermarktet, kann sich eine lukrative Einkommensquelle aufbauen. Dank Plattformen wie Patreon, Substack und Gumroad war es noch nie so einfach, direkt von deiner Community bezahlt zu werden. Doch welcher Anbieter passt zu dir?

Welche Strategien funktionieren am besten? In diesem Leitfaden erfährst du, wie du dein Wissen auf den richtigen Plattformen in bares Geld verwandelst.

Was sind Patreon, Substack und Gumroad?

Bevor wir zu den Monetarisierungsstrategien kommen, stellen wir zunächst die drei Plattformen etwas genauer vor.

Was ist Patreon?

Patreon wurde 2013 von Musiker Jack Conte gegründet und ermöglicht es Kreativen, regelmäßige finanzielle Unterstützung durch ihre Community zu erhalten. Der Name leitet sich vom lateinischen Patronus („Förderer“) ab – ein Hinweis darauf, dass Fans ihre Lieblings-Creator direkt unterstützen können.

Die Plattform eignet sich daher besonders für Freelancer:innen und Selbstständige, die regelmäßig Inhalte veröffentlichen – z. B. Podcaster:innen, YouTuber:innen, Musiker:innen oder Autor:innen. Interaktionsmöglichkeiten wie Kommentare und Umfragen stärken zusätzlich die Community-Bindung.

Wie funktioniert es? 

Du erstellst ein Profil, bietest verschiedene Mitgliedschaftsstufen an und deine Patrons zahlen monatlich oder jährlich für exklusive Inhalte oder besondere Vorteile. Anders als bei klassischem Crowdfunding steht nicht die Finanzierung eines einzelnen Projekts im Fokus, sondern eine langfristige, stabile Einnahmequelle.

Was kostet es? 

Die Nutzung ist kostenlos, jedoch behält Patreon einen prozentualen Anteil deiner Einnahmen ein. Hinzu kommen Gebühren für Zahlungsabwicklung und Währungsumrechnung.

Website: Patreon.com

Was ist Substack?

Substack ermöglicht es Autor:innen, Journalist:innen und Content-Creator, ihre Inhalte direkt an zahlende Abonnenten zu vertreiben – ohne Werbung, Verlage oder Social-Media-Algorithmen. Die 2017 gegründete Plattform kombiniert Newsletter, Blog und Monetarisierung in einem Tool.

Wie funktioniert es? 

Du kannst Texte, Podcasts oder Videos veröffentlichen und entscheiden, ob sie kostenlos oder exklusiv für zahlende Abonnenten zugänglich sind. Substack übernimmt das Abo-Management und stellt Analysetools bereit, um deine Community aufzubauen.

Was kostet es? 

Die Nutzung ist kostenlos, aber Substack behält 10 % deiner Einnahmen ein, sobald du kostenpflichtige Abos anbietest. Dazu kommen Transaktionsgebühren.

💡Tipp von Accountable: Mit Features wie „Notes“ oder „Recommendations“ kannst du neue Abonnenten gewinnen.

Website: Substack.com

Was ist Gumroad?

Gumroad richtet sich an Kreative, Freelancer:innen und Solopreneur:innen, die ihre digitalen oder physischen Produkte direkt verkaufen möchten – ohne große Marktplätze oder komplizierte Shopsysteme. Seit der Gründung 2011 durch Sahil Lavingia hat sich die Plattform als einfache und flexible Lösung für Content-Creator etabliert, allerdings ist Gumroad in Deutschland eher weniger bekannt. 

Hinweis von Accountable: Der Name „Gumroad“ symbolisiert übrigens die Kernidee der Plattform: Wie eine Straße verbindet sie Kreative und ihr Publikum – und Creators sollen ihre Werke so einfach verkaufen können wie man Kaugummi kaut.

Wie funktioniert es? 

Innerhalb weniger Minuten kannst du einen Online-Shop erstellen und E-Books, Musik, Software, Kurse oder physische Produkte verkaufen. Die Plattform übernimmt Zahlungsabwicklung, Dateihosting und Marketing-Tools, sodass du dich auf dein Business konzentrieren kannst.

Was kostet es? 

Gumroad verlangt keine monatlichen Gebühren, sondern behält einen Prozentsatz pro Verkauf ein. Damit bleibt der Großteil der Einnahmen bei den Kreativen – ohne Zwischenhändler.

Website: Gumroad.com

➡️ Unternehmen skalieren – Wie du deinen Online-Shop effizient wachsen lässt

Warum Patreon, Substack oder Gumroad statt OnlyFans?

Klar, OnlyFans basiert auch auf einem Abo-Modell – aber seien wir ehrlich: Die Plattform ist vor allem für Erotik-Content bekannt. Wenn du dein Wissen, deine Kunst oder digitale Produkte professionell monetarisieren möchtest, bieten Patreon, Substack und Gumroad die bessere Umgebung.

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Monetarisieren mit Strategie: So verdienst du mit deinem Know-how Geld

Um dein Wissen erfolgreich über Plattformen wie Patreon, Substack oder Gumroad zu monetarisieren, brauchst du eine kluge Strategie. Es geht nicht nur darum, Inhalte anzubieten – du musst auch ein Geschäftsmodell entwickeln, das deine Zielgruppe anspricht und langfristig funktioniert. Hier sind einige bewährte Strategien:

  1. Freemium-Modell: Der Einstieg ist kostenlos – doch wer mehr will, muss zahlen. Biete einen Teil deiner Inhalte gratis an, um Interessenten zu gewinnen, und halte deine besten Inhalte hinter einer Paywall. So überzeugst du potenzielle Abonnent:innen, dein Premium-Angebot zu nutzen.
  2. Gestaffelte Preismodelle: Nicht jeder ist bereit, denselben Preis zu zahlen – und das ist völlig okay. Durch verschiedene Mitgliedschaftsstufen kannst du unterschiedliche Bedürfnisse bedienen: Eine günstige Stufe für den Einstieg, eine mittlere für Bonusinhalte und eine Premium-Stufe für exklusive Vorteile wie 1:1-Coachings oder persönliche Q&A-Sessions.
  3. Exklusive Inhalte: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einzigartigen Inhalten, die deine Community sonst nirgendwo findet. Das können tiefgehende Analysen, Bonus-Episoden eines Podcasts, exklusive Artikel oder spezielle Downloads sein. Deine zahlenden Abonnent:innen müssen das Gefühl haben, dass ihr Investment sich wirklich lohnt.
  4. Regelmäßige Updates: Niemand zahlt für einen leeren Newsletter oder einen inaktiven Patreon-Account. Kontinuität ist King: Plane feste Veröffentlichungszeiten ein, damit deine Abonnent:innen wissen, wann sie mit neuen Inhalten rechnen können. 
  5. Community-Aufbau: Menschen zahlen nicht nur für Inhalte – sie wollen Teil einer Community sein. Fördere Interaktionen, biete Umfragen an, beantworte Kommentare und lass deine Unterstützer mitbestimmen, welche Themen du als Nächstes aufgreifst. 

Tipps für mehr Erfolg auf Patreon, Substack und Gumroad

Diese Tipps helfen dir, dein Business auf eine stabile Basis zu stellen:

  • Qualität vor Quantität: Lieber wenige, aber hochwertige Inhalte als eine Masse an mittelmäßigen Posts. Deine Expertise ist dein Kapital – stelle sicher, dass du wirklich Mehrwert bietest.
  • Zielgruppenanalyse: Nutze die Analysetools der Plattformen, um herauszufinden, was deine Abonnenten interessiert. Welche Inhalte laufen besonders gut? Wo springen Leser:innen oder Zuschauer:innen ab? Diese Daten helfen dir, dein Angebot gezielt zu verbessern.
  • Gezieltes Marketing: Ohne Sichtbarkeit keine Abonnent:innen. Nutze Social Media, um dein Angebot zu bewerben, arbeite mit anderen Creators zusammen oder nutze E-Mail-Marketing, um deine Community zu aktivieren. 
  • Transparenz in der Preisgestaltung: Niemand zahlt gerne für etwas, das nicht klar definiert ist. Sei offen darüber, was deine Abonnent:innen für ihr Geld bekommen – und warum es sich lohnt.
  • Flexibilität: Sei bereit, dein Modell anzupassen. Was heute funktioniert, kann in ein paar Monaten überholt sein. Höre auf dein Publikum, experimentiere mit neuen Formaten und optimiere dein Angebot regelmäßig.

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Autor - Sophia Merzbach

Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.

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