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Virtuelle Debitkarten – die digitale Alternative zur physischen Karte

Geschrieben von: Tino Keller

Aktualisiert am: Februar 13, 2025

Lesezeit: 3 Minuten

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Virtuelle Debitkarten bieten eine flexible, sichere und sofort verfügbare Möglichkeit, online und teilweise auch im stationären Handel zu bezahlen, ohne eine physische Karte zu benötigen.

Hier erfährst du alles, was du über virtuelle Debitkarten wissen musst - wie sie funktionieren, welche Vor- und Nachteile sie haben und welche Kosten bei der Nutzung anfallen können.

Was ist eine virtuelle Debitkarte?

Eine virtuelle Debitkarte auch virtuelle Debit Card genannt, ist eine vollständig digitale Version einer klassischen Debitkarte bzw. Kreditkarte. Sie verfügt über die gleichen Daten wie eine physische Karte - Kartennummer, Ablaufdatum und Sicherheitscode - existiert aber nur im digitalen Raum. Sie wird hauptsächlich für Online-Zahlungen verwendet und kann oft auch bei mobilen Bezahldiensten wie Apple Pay oder Google Pay hinterlegt werden, um kontaktlos in Geschäften zu bezahlen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kredit- oder Debitkarten, bei denen die Zahlung über einen Kreditrahmen oder ein bestehendes Konto erfolgt, basiert die virtuelle Debitkarte in der Regel auf Guthaben. Dies bedeutet, dass du die Karte zunächst aufladen musst, bevor du sie für Zahlungen verwenden kannst.

Wie unterscheidet sich die virtuelle Debit Card von physischen Karten?

Der größte Unterschied zwischen virtuellen Debitkarten und physischen Karten liegt in ihrer Form und Nutzung:

  • Form: Während eine physische Karte als Plastikkarte ausgegeben wird, existiert die virtuelle Debit Card ausschließlich in digitaler Form. Du erhältst also keine physische Karte, sondern nur die Kartendaten, die du für Online- oder mobile Zahlungen verwendest.
  • Einsatzmöglichkeiten: Virtuelle Debitkarten eignen sich vor allem für Online-Einkäufe und das kontaktlose Bezahlen über mobile Bezahlsysteme. Physische Karten hingegen können in allen Situationen verwendet werden, in denen Kartenzahlungen akzeptiert werden, einschließlich Bargeldabhebungen an Geldautomaten. Mit einer virtuellen Debitkarte ist das Abheben von Bargeld nur an NFC-fähigen Geldautomaten möglich, was bisher in vielen Ländern, einschließlich Deutschland, nur eingeschränkt verfügbar ist.
  • Sicherheit: Eine virtuelle Debitkarte kann nicht gestohlen werden oder verloren gehen, da sie physisch nicht existiert. Es besteht jedoch die Gefahr des Datendiebstahls, wenn unsichere Websites oder unseriöse Anbieter genutzt werden.

Vorteile der virtuellen Debitkarte

Virtuelle Debit Cards bieten eine Vielzahl von Vorteilen, die sie besonders für Online-Zahlungen attraktiv machen:

  • Schnelle Verfügbarkeit: Im Gegensatz zu physischen Karten, die nach der Beantragung per Post zugestellt werden müssen, ist die virtuelle Debitkarte sofort nach der Beantragung einsatzbereit. Die Kartendaten stehen dir dabei in der Regel unmittelbar nach der Freischaltung zur Verfügung.
  • Keine Gefahr des Verlusts: Da es keine physische Karte gibt, kann diese auch nicht verloren gehen oder gestohlen werden. Somit besteht keine Gefahr, dass Unbefugte auf diese Weise auf das Konto zugreifen können.
  • Hohe Sicherheit: Virtuelle Debitkarten minimieren das Betrugs- und Missbrauchsrisiko, da sie auf Guthabenbasis funktionieren, kann nur so viel Geld ausgegeben werden, was zuvor auf die Karte eingezahlt wurde. Wird die Karte missbräuchlich verwendet, ist der Schaden auf den verfügbaren Betrag begrenzt.
  • Keine Bonitätsprüfung erforderlich: Da virtuelle Debitkarten ohne Kreditrahmen funktionieren, verzichten viele Anbieter bei der Ausgabe auf eine Bonitätsprüfung. Das macht sie zu einer guten Option für Personen mit schwächerer Bonität oder einem negativen Schufa-Eintrag.
  • Online-Handel und Abonnements: Virtuelle Debit Cards eignen sich ideal für Online-Einkäufe und digitale Abonnements. Sie können bequem in Online-Shops eingesetzt werden, um Zahlungen abzuwickeln.

Nachteile von virtuellen Debit Cards 

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Einschränkungen, die du bei der Nutzung einer virtuellen Debitkarte beachten solltest:

  • Eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten: Virtuelle Debitkarten eignen sich zwar gut für Online-Zahlungen und kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone, können aber in bestimmten Situationen nicht verwendet werden. Beispielsweise akzeptieren viele Hotels und Autovermietungen keine Debitkarten, sondern verlangen eine Kreditkarte mit Kreditlimit als Sicherheit. Auch das Abheben von Bargeld ist nur an speziellen NFC-fähigen Geldautomaten möglich, die in vielen Ländern noch selten sind.
  • Abhängigkeit von digitalen Geräten: Um eine virtuelle Debitkarte nutzen zu können, benötigst du grundsätzlich ein Smartphone oder ein anderes mobiles Endgerät. Ohne Zugriff auf dieses Gerät kann die Karte nicht genutzt werden. Das bedeutet, dass der Verlust oder die Beschädigung des Geräts den Zugang zur Karte vorübergehend einschränkt.
  • Prepaid-Modell: Da die meisten virtuellen Debit Cards auf Guthabenbasis funktionieren, können sie nur so lange genutzt werden, wie ausreichend Guthaben auf der Karte vorhanden ist. Dies kann bei Spontankäufen problematisch sein, wenn das Konto nicht rechtzeitig aufgeladen wurde. Außerdem kann es zu Verzögerungen beim Aufladen des Guthabens kommen.

Virtuellen Debitkarten: Diese Kosten können anfallen

Obwohl viele virtuelle Debitkarten kostenlos angeboten werden, können bei bestimmten Anbietern Gebühren anfallen. Zu den häufigsten Kosten gehören:

  • Jahresgebühr: Während einige Anbieter virtuelle Debitkarten kostenlos zur Verfügung stellen, erheben andere eine Jahresgebühr, die je nach Anbieter bis zu 24 Euro betragen kann.
  • Aufladegebühren: Einige Anbieter verlangen eine Gebühr für das Aufladen des Guthabens. Dies ist vor allem dann relevant, wenn häufig kleinere Beträge auf die Karte eingezahlt werden müssen.
  • Fremdwährungsgebühren: Bei Zahlungen in Fremdwährungen können zusätzliche Gebühren anfallen, wenn die Transaktion außerhalb des Euro-Raums stattfindet.
  • Inaktivitätsgebühren: Bei einigen Anbietern kann es vorkommen, dass die virtuelle Debitkarte nach längerer Inaktivität gesperrt wird und eine Gebühr für die Reaktivierung fällig wird. Diese Sperrung erfolgt häufig nach 6 bis 12 Monaten Inaktivität.

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Autor - Tino Keller

Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.

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